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Oberstabsfeldwebel a.D. Rudolf Eineder erhielt seine Auszeichnung vor der Mühlbrunnenkolonnade in Karlsbad von DBwV-Ehrenmitglied Stabsfeldwebel a.D. Willi Arens und KERH-Vorsitzenden Oberstabsfeldwebel a.D. Alois Hofer. Foto: privat
Eine viertägige Reise führte die Kameradschaft ERH Freyung-Grafenau/Passauer Land unter der Führung von Stabsfeldwebel a.D. Willi Arens in die Bädermetropole des weltbekannten Böhmische Bäderdreiecks in Tschechien nach Karlsbad, Marienbad und Franzensbad. Nur einen Katzensprung von Bayern, Sachsen oder Thüringen entfernt, erfreuen sich die dortigen Heilquellen großen Zuspruchs, zählen sie doch seit 2021 zu den elf „Bedeutenden Kurstädten Europas“ der UNESCO-Welterbeliste.
Die nunmehr 23. Kulturreise führte zunächst ins südböhmische Budweis mit seinen 94.000 Einwohnern. Weltbekannt durch das Budweiser Bier, war die Besichtigung der 1895 gegründeten Brauerei mit Bierprobe obligatorisch, ehe nach dem Mittagessen bei einer Stadtführung die historischen Sehenswürdigkeiten aus dem Mittelalter die Aufmerksamkeit forderten.
Auszeichnung vor historischem Hintergrund in Karlsbad
Angekommen in der größten Kurstadt Karlsbad, bewunderten die Gäste aus Deutschland die Architektur des Kurgebietes und die Kolonnaden mit ihren Heilquellen. Herausstachen dabei die Mühlbrunnenkolonnade – errichtet zwischen 1871 und 1881 – mit ihren verschiedenen Mineralquellen, aus denen die Kurgäste das Heilwasser für ihre Trinkkuren aus Schnabeltassen schlürften. Der historische Hintergrund erschien Willi Arens die perfekte Lokation, um Oberstabsfeldwebel a.D. Rudolf Eineder, langjähriger ehemaliger Vorsitzender der Kameradschaft, für seine 50-jährige Mitgliedschaft im BundeswehrVerband auszuzeichnen. Mit der bekanntesten „Karlsbader Heilquelle“, dem berühmten „Becherovka Likör“, stießen die Reiseteilnehmer im gleichnamigen Likörfabrikmuseums auf die Auszeichnung an.
Weitere Stationen der Reise waren die Kleinstadt Loket (deutsch Elbogen) an der Eger, zu Lebzeiten Zeiten von Johann Wolfgang von Goethe eines seiner beliebtesten Ausflugsziele, und am Folgetag das nahe Marienbad mit Führung durch den Kurort mit seinen wunderschönen Fassaden und herrlichen Parkanlagen sowie weiteren Sehenswürdigkeiten. Im äußersten Zipfel von Westböhmen wartete Franzensbad auf die Reisegruppe – das Ideal eines Kurbades und eine wahrhaftige Insel der Ruhe. Bequeme, ruhige Straßen mit den wunderschönen Kurhäusern kombiniert mit Parkanlagen und Promenaden sind das Typische an Franzensbad. Nach so vielen historischen Eindrücken zog es die Gruppe in das nahe Naturreservat Soos mit seinem 1,2 Kilometer langem Lehrpfad. Auf dem Holzbohlen-Rundweg erkundeten die Reisenden das Moor, dabei zahlreiche Mineralquellen und Mofetten – Schlammvulkane, aus denen reines Kohlendioxid steigt – bestaunend. Nach einem Zwischenstopp in der Regensburger Partnerstadt Pilsen im Westen Tschechiens mit Stadtrundgang durch den historischen Stadtkern mit großem Marktplatz und der Kathedrale St. Bartholomäus sowie dem 103 Meter hohen Kirchturm traten die Mitglieder der KERH die Heimreise nach Freyung an. Was bleibt, sind die Erinnerungen an eine wunderschöne, unvergessliche Kulturreise ins Nachbarland Tschechien.
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