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Soldaten tragen den Sarg von Sergej Motz bei der Trauerfeier in der Sankt-Johannes-Kirche in Bad Saulgau. Der Hauptgefreite war wenige Tage zuvor in Afghanistan gefallen. Foto: picture alliance/REUTERS/MIRO KUZMANOVIC
Er war der erste deutsche Soldat, der seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs in einem Feuergefecht zu Tode kam: Heute vor 15 Jahren, am 29. April 2009, ist der Hauptgefreite Sergej Motz in Afghanistan gefallen.
Sergej Motz ist an diesem Tag mit Kameraden auf dem Rückweg von einer Patrouillenfahrt, als das Feuer auf sie eröffnet wird. Der Transportpanzer Fuchs, in dem Hauptgefreiter Motz sitzt, wird von einem RPG-Geschoss getroffen. Der Körper von Sergej Motz fängt einen Großteil der Wucht der Explosion auf. Vergeblich versuchen seine Kameraden, die Blutungen zu stillen. Kurze Zeit später ist Sergej Motz tot. Gefallen in einer Zeit, als in Deutschland noch niemand von Krieg in Afghanistan sprechen will.
Der Tod von Sergej Motz war eine Zäsur für die Bundeswehr in Afghanistan. Zu diesem Zeitpunkt gehörten Anschläge und schwere Feuergefechte zwar schon fast zum Alltag für die deutschen Soldatinnen und Soldaten, doch in der Heimat wollte man all das nicht wahrhaben. Es sollte auch nach dem Tod von Sergej Motz noch eine ganze Weile dauern, bis man sich in der deutschen Politik dazu durchringen konnte, von „Krieg“ und „Gefallenen“ zu sprechen, um die Realität anzuerkennen.
Sergej Motz wurde Ende 2010 posthum mit der Einsatzmedaille Gefecht geehrt – als erster Soldat der Bundeswehr. Das Gedenken an die Toten zu wahren, ist für den Deutschen BundeswehrVerband von zentraler Bedeutung. Der Einsatz in Afghanistan ist Geschichte, doch die Erinnerungen bleiben. Die Gefallenen der Bundeswehr sind unvergessen.
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