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Die 22. Hauptversammlung: Das sagen die Delegierten
Überwältigende Mehrheit für Oberst André Wüstner
Aktive und ehemalige Soldaten bei der gemeinsamen Arbeit. Foto: Norbert Peterssohn
Einen vereinsübergreifenden Arbeitseinsatz auf dem Havelberger Saldernberg organisierte im März 2022 die DBwV Kameradschaft Ehemalige, Reservisten und Hinterbliebene (KERH) Havelberg / Altmark.
Knapp zwei Wochen nach dem Beginn des Krieges in der Ukraine hatte das Vorstandsmitglied der KERH Havelberg / Altmark, Oberstleutnant a.D. Hartmut Pohl, wieder zu einem Arbeitseinsatz am historischen Friedhof auf dem Saldenberg der Garnisonsstadt Havelberg aufgerufen. Viele Vereine, aber auch aktive Soldatinnen und Soldaten der Elb-Havel-Kaserne beteiligten sich und trugen mit ihrem Engagement dazu bei, die anstehenden Arbeiten gemeinsam zu erledigen. „Es freut mich und macht mich ein wenig stolz, dass wir mit unserem Tun dazu beitragen können, diesen historischen Ort zu erhalten. Insbesondere in der aktuellen Situation sind Friedhöfe ein mahnendes Zeichen dafür, dass der Frieden ein unschätzbar wertvolles Gut ist“, so Pohl bei der Begrüßung der Teilnehmer. Diese Worte waren dann auch Inhalt vieler Gespräche in den unterschiedlichen Gruppen. So waren die aktiven und ehemaligen Soldatinnen und Soldaten während der Arbeitspausen, in denen die Damen der KERH für die Verpflegung sorgten, gesuchte Ansprechpartner, sodass sich sehr intensive Gespräche über den aktuellen Konflikt zwischen Russland und der Ukraine entwickelten. Dabei waren sich die Gesprächspartner einig, dass die Aggression von der russischen Führung und nicht dem russischen Volk in Gänze ausgehe.
Zum Ende der Arbeiten bedankte sich Pohl dann nochmals bei allen Anwesenden. Er nutzte seine Worte auch dazu, auf die Situation der ukrainischen Flüchtlinge einzugehen, die aufgrund des Krieges ihre Heimat verlassen, um auch in Deutschland Schutz vor Raketen und Bomben zu finden. Bei einer kurzfristig initiierten Spendenaktion für ukrainische Familien, die in Havelberg eine Unterkunft gefunden haben, kam eine Summe von 500,- € zusammen, die an den Havelberger Bürgermeister, Bernd Poloski, der selbst am Arbeitseinsatz teilnahm, übergeben wurde.
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