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Mit "Mission Seele" forderte der DBwV vor drei Jahren eine bessere Versorgung von versehrten und erkrankten Soldatinnen und Soldaten. Mit der aktuellen Neuauflage bleibt der Verband am Ball und fordert weitere Verbesserungen. Grafik: DBwV/Sascha Eutebach
Die Zeitenwende bringt neue Herausforderungen bei Betreuung und Fürsorge mit sich – und die Bundeswehr muss sich dafür zukunftsfest aufstellen. Auch und gerade mit Blick auf psychische Erkrankungen. Der Deutsche BundeswehrVerband zeigt im neuen Positionspapier „Mission Seele 2023“, welche Schritte dafür jetzt notwendig sind. Der Zeitpunkt der Veröffentlichung ist genau richtig: In Düsseldorf laufen zurzeit die Invictus Games, die die Blicke von Politik und Öffentlichkeit auf einsatzversehrte und erkrankte Soldaten lenken.
Hilfe für Menschen der Bundeswehr, die an den Folgen von Einsatztraumata leiden – das war das Ziel des Forderungspapiers „Mission Seele“ des Deutschen BundeswehrVerbands. Vor fast genau drei Jahren überreichte der DBwV-Bundesvorsitzende, Oberst André Wüstner, das Papier in feierlichem Rahmen an Verteidigungspolitiker, Experten aus dem Ministerium sowie der Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestages.
Neue Herausforderungen durch die veränderte Sicherheitslage
Seither hat sich viel getan – aus Sicht des DBwV allerdings nicht genug. Einige Forderungen sind zwar erfüllt. So haben Angehörige von psychisch Einsatzversehrten mittlerweile einen eigenen Anspruch auf Psychotherapie gegenüber der Bundeswehr. In anderen Bereichen ist es dagegen nicht vorangegangen. Hinzu kommt die grundlegend veränderte sicherheitspolitische Situation, die neue Herausforderungen bei Betreuung und Fürsorge mit sich bringt und es erfordert, dass die Bundeswehr sich zukunftsfest aufstellt. „Deswegen war es an der Zeit für eine gründliche Bestandsaufnahme und eine neue Initiative des Verbands, um weitere Verbesserungen zu erreichen“, sagt Oberstabsfeldwebel Stefan Sprengers, der als Vorsitzender Sanität im Bundesvorstand des DBwV das Vorhaben federführend vorangetrieben hat.
Herausgekommen ist das Positionspapier „Mission Seele 2023“. Sprengers: „Die Neuauflage soll verdeutlichen, dass der DBwV weiter dranbleibt und Lösungen einfordert – sowohl für altbekannte als auch neue Probleme.“ So dürfe sich die Versorgung psychisch erkrankter Soldaten nicht nur auf klassisch Einsatzversehrte beschränken. „Es müssen die Weichen dafür gestellt werden, dass sowohl durch die im Rahmen von Landes- und Bündnisverteidigung oder in der Katastrophenhilfe geschädigte Soldaten als auch alle sonst im Ausnahmetatbestand erlittenen Schädigungen einbezogen werden“, stellt Sprengers klar.
Um dieses Ziel zu erreichen, könnte der Gesetzgeber das Einsatz-Weiterverwendungsgesetz, das Einsatzsoldaten mit psychischen Schäden schützt, erweitern. Konkret geht es um Soldaten in der Einsatzvorbereitung und solche, die außerhalb des Einsatzgebietes an Einsätzen teilnehmen (wie z.B. Drohnenpiloten) oder Soldaten, die Bild- oder Tondokumente aus Einsatzgebieten auswerten. Aber auch um Soldaten, die sich im Rahmen der Landes- und Bündnisverteidigung oder im Rahmen der Amtshilfe bei Katastrophenlagen eine Schädigung zuziehen. Sie alle müssen in den Schutzbereich des Einsatz-Weiterverwendungsgesetzes aufgenommen werden.
Gefahren für die Gesundheit drohen auch außerhalb des Einsatzgebietes
Der Hintergrund: Im Einsatzgebiet gewonnenes Bild- und Tonmaterial beinhaltet Kampfhandlungen, Anschläge oder auch Übergriffe auf Zivilisten. Der tägliche Umgang mit diesem Material birgt eine erhebliche Gefahr für die psychische Unversehrtheit der Luftbild- und Tondokumentauswerter und auch der Drohnenoperateure bzw. -piloten. Und soweit Soldaten unter Einsatzbedingungen ausgebildet werden, besteht zumindest hinsichtlich physischer Schädigungen ein vergleichbares Schädigungsrisiko.
Das aktuelle weiterentwickelte Positionspapier sowie die Forderungen aus dem Jahr 2020 sind ab sofort hier nachzulesen. Der Zeitpunkt der Veröffentlichung ist nicht zufällig gewählt. „Der DBwV engagiert sich sehr stark auf den Invictus Games, die aktuell in Düsseldorf ausgetragen werden“, so Sprengers. „Mit den Forderungen wollen wir auch den Teilnehmern und allen Betroffenen Rückenwind geben.“ Die Invictus Games sind ein internationales Sportereignis für Soldatinnen und Soldaten, die Verletzungen im Einsatz und Dienst oder durch Erkrankungen an Körper und Seele bleibende Beeinträchtigungen erlitten haben. Die Spiele wurden 2014 durch Prinz Harry, der auch noch bis Samstag einschließlich in Düsseldorf vor Ort ist, ins Leben gerufen.
Weitere Informationen zum Status Quo der Veteranenkultur und zu den Forderungen der deutschen Veteranenbewegung unter https://www.dbwv.de/veteranen
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