Die Teilnehmer der Tagung für aktive Reservisten im Landesverband Ost. Foto: DBwV/Dreiser

Die Teilnehmer der Tagung für aktive Reservisten im Landesverband Ost. Foto: DBwV/Dreiser

30.09.2026
Von Frank Udo Reiche

Oberwiesenthal: Tagung für aktive Reservisten im Landesverband Ost

Der Landesverband Ost hat auch in diesem Jahr zu einer Zielgruppentagung für aktive Reservistinnen und Reservisten eingeladen, bei der unter Leitung des Vorsitzenden Ehemalige/Reservisten/Hinterbliebene, Stabsfeldwebel a. D. und Oberstabsfeldwebel d. R. Frank Udo Reiche, und seines Stellvertreters, Hauptmann a. D. Steffen Braun, zahlreiche Themen rund um die Reserve angesprochen wurden. 

Auch bei der diesjährigen Zielgruppentagung für aktive Reservisten im Landesverband Ost sollte das Thema „Neue Reserve“ der Schwerpunkt der inhaltlichen Ausrichtung sein. Dies machte der Tagungsleiter Frank Udo Reiche auch in seinen einleitenden Worten deutlich, als er den Teilnehmern den Ablauf der zweitägigen Veranstaltung vorstellte. „Mir ist es sehr wichtig, neben den Themen des Deutschen BundeswehrVerbandes Ihnen die neue Reserve vorzustellen und am Beispiel des Heimatschutzes aufzuzeigen, wo die Reise hingeht“, so Reiche zum Abschluss seiner Ausführungen. Neu an der diesjährigen Tagung war es, dass auch die Möglichkeit Bestand, Angehörige zur Tagung mitzubringen. Damit wurde ein Wunsch der Teilnehmer aufgegriffen.

Der Einstieg in die Vorträge war dann Oberstabsfeldwebel Heiko Zern, dem stellvertretenden Bereichsgeschäftsführer Ost des Bundeswehr-Sozialwerks, vorbehalten, der seine Organisation mit ihren vielfältigen Möglichkeiten und Angeboten vorstellte.

Mit den aktuellen Themen, die der DBwV auf seiner „To-do-Liste“ stehen hat, beschäftigte sich dann der stellvertretende Vorsitzende des Landesverbandes Ost, Hauptmann Alexander Dreiser. Wichtig war des Dreiser dabei, klar herauszustellen, dass in Zukunft auch die Betreuung der Mitglieder im Status der Reserve im Landesverband an Bedeutung gewinnt und dafür bereits aktiv nach Lösungen gesucht wird.

Auf die Ausführungen des stellvertretenden Landesvorsitzenden setzte dann der Vortrag des Tagungsleiters in seiner Funktion als Vorsitzender ERH im Landesverband Ost auf. Frank Udo Reiche erläuterte die Struktur in seinem Zuständigkeitsbereich und schloss seine Ausführungen mit dem Appell an die Teilnehmer, sich aktiv in den vorhandenen Kameradschaften Ehemalige / Reservisten / Hinterbliebene einzubringen, da es nur dann gelingen werde, die jetzige Kameradschaftsstruktur in der Fläche dauerhaft am Leben zu erhalten.

Fregattenkapitän Marcus Bredick vom Kompetenzzentrum für Reservistenangelegenheiten des Streitkräfteamtes stellte dann die Aufgaben und die Organisation des Kompetenzzentrums vor. Wichtig war ihm dabei, dass das Kompetenzzentrum neben seiner Funktion als Ansprechpartner für Reservistinnen und Reservisten, auch für Fragen von Arbeitgebern, zur Verfügung steht. Ein Blick in die neue Strategie der Reserve und in den Gesetzentwurf des Gesetzes zur Stärkung der Reserve (Reservestärkungsgesetz – ResStG) rundeten den Vortrag ab.

Dass der Dienst als Reservist bzw. Reservistin auch immer mit zahlreichen rechtlichen Fragen verknüpft ist, war der Aufhänger im Vortrag von Tino Taute aus der Abteilung Recht des DBwV. Sein Blick galt dabei im Schwerpunkt der sozialen Absicherung der Soldatinnen und Soldaten auf Zeit und damit auch für aktive Reservisten während einer Reservedienstleistung. Hier stellte er die Fallstricke, die rund um eine Reservedienstleistung zu beachten sind und die ggf. auch negative Erlebnisse bei den Betroffenen hervorrufen können, heraus.

Den Abschluss des ersten Tages bildete dann ein abendlicher Empfang, bei dem sich die Chance bot, miteinander ins Gespräch zu kommen und die Themen des ersten Tages nochmals intensiv zu diskutieren.

Den Auftakt zum zweiten Tagungstag machte wiederum der Vorsitzende ERH im Landesverband Ost. Frank Udo Reiche stellte den anwesenden Tagungsteilnehmer im Detail die Pflege-Assistance für Mitglieder des DBwV vor, da er immer wieder festgestellt habe, dass dieses Angebot bei manchen Mitgliedern immer noch nicht bekannt ist.

Wie es aktuell in der Heimatschutzdivision und den nachgeordneten Heimatschutzregimentern aussieht, erläuterte der Kommandeur des Heimatschutzregimentes 6, Oberst Carsten Heldt. Dass die Reserve in der Landes- und Bündnisverteidigung der Zukunft eine entscheidende Rolle spielen wird, sei inzwischen allen Entscheidungsträgern klar geworden. Diese Erkenntnis habe dazu geführt, dass bei allen Entscheidungen die Reserve mitgedacht werde. Heldt rief abschließend dazu auf, in den Kameradschaften für den Reservedienst zu werben, sodass die festgelegten personellen Umfänge auch zeitgerecht erreicht werden können.

In der abschließenden Tagungsauswertung wurde dann deutlich, dass die Inhalte der Tagung das Interesse der Teilnehmer gefunden hatten. „Ich freue mich, dass wir es geschafft haben, wieder eine Tagung für diese Zielgruppe durchzuführen und damit wichtige Gedanken für die Arbeit im Bereich der ERH mitzunehmen“, so der stellvertretende Vorsitzende ERH im Landesverband Ost, Hauptmann a. D. Steffen Braun, zum Ende der Tagung.

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