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Pyeongthek. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) bewertet den umfangreichen Gefangenenaustausch mit Russland als einen Verhandlungserfolg und plädiert für Realismus. «Man kann das eine nicht tun, ohne das andere in Kauf zu nehmen. Das war jetzt hier auch so», sagte er am Freitag am Rande eines Besuchs in Südkorea.
«Ich finde, dass das Kanzleramt hier hervorragend verhandelt hat, dass gemeinsam mit anderen gute Ergebnisse erzielt worden sind, über die man aber natürlich streiten kann in der Wirkung, weil völlig klar ist: Des einen Leid ist des anderen Freud in dem Fall», sagte er weiter. Er freue sich vor allem darüber, «dass Menschen, die unschuldig in russischem Gefängnissen gesessen haben, befreit werden konnten». Die Bilder aus Moskau und der Empfang für die Freigelassenen könnten niemanden, der (den russischen Präsidenten Wladimir) Putin richtig einschätzt, auch nur annähernd überraschen».
Russland, Belarus und mehrere westliche Länder hatten in einer beispiellosen Aktion unter Beteiligung des türkischen Geheimdienstes MIT auf dem Flughafen von Ankara insgesamt 26 Gefangene ausgetauscht. Im Gegenzug für die Freilassung politischer Gefangener und Kremlkritiker ließen Deutschland, die USA und Partnerländer einen verurteilten Mörder und unter Spionageverdacht stehende Häftlinge aus Russland gehen.
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