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Erinnerung an Alexander Schleiernick, Oleg Meiling und Martin Brunn
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Überwältigende Mehrheit für Oberst André Wüstner
183.000 Männer und Frauen dienen aktuell in den Streitkräften - 20.000 mehr sollen es in den kommenden acht Jahren werden. Verteidigungsminister Boris Pistorius rechnet jedoch mit schwierigeren Bedingungen für die Nachwuchsgewinnung. Foto: DBwV/Yann Bombeke
Köln. Verteidigungsminister Boris Pistorius hat infrage gestellt, ob das Ziel der Aufstockung der Bundeswehr auf 203.000 Soldatinnen und Soldaten bis 2031 eingehalten werden kann. «Ich wage keine Prognose, ob wir die Zahl erreichen können», sagte der SPD-Politiker am Donnerstag bei einem Besuch im Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr in Köln. «Wir tun alles dafür, aber vielleicht müssen wir die Zahl auch mal überprüfen, sowohl nach unten wie nach oben.»
Das sei bislang noch nicht geschehen «und wird auch sicherlich irgendwann passieren müssen», sagte er weiter. Zur Zielmarke von 203.000 sagte Pistorius: «Ob sie ausreicht oder nicht, ist im Augenblick eine sekundäre Frage. Die primäre Frage ist, ob wir sie erreichen können.» Bei der Bundeswehr gibt es aktuell rund 183.000 Soldatinnen und Soldaten.
«Bedingungen werden schwieriger»
Seit der Corona-Pandemie gebe es einen Einbruch bei den Bewerberzahlen, sagte Pistorius. Man arbeite daran, dieses Tal zu verlassen. «Wir sind zuversichtlich, ohne euphorisch zu sein, weil die Bedingungen schwierig sind und schwieriger werden», sagte er. Als Gründe nannte er etwa den Fachkräftemangel und den demografischen Wandel.
Das Thema Personal habe neben dem Material höchste Priorität. Um mehr Soldatinnen und Soldaten zu gewinnen, soll etwa der Bewerbungsprozess verbessert werden: Bewerber müssten schneller und verbindlich Klarheit bekommen, wann sie anfangen könnten, damit sie nicht gleich wieder das Interesse verlieren. Außerdem soll verstärkt auf Frauen und Menschen mit Migrationsgeschichte gesetzt werden. «Hier sehe ich Potenzial», sagte Pistorius. «Wir brauchen weiter eine vielfältige Truppe.» Auch bei der Werbung und der Personalbindung - speziell dem Übergang vom freiwilligen Wehrdienstleistenden zum Berufssoldaten - soll nachgebessert werden.
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