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Kyros Mossadegh, der Schah und die Mullahs
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Hohe Spritpreise Entlastungsprämie „Schritt in die richtige Richtung“ - Anhebung beim „Kilometergeld“ notwendig
Trumps strategischer Fehlschluss trifft auch Europa
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Internationaler 16K3-Marsch als Zeichen der Erinnerung
Gedenken: Vor 16 Jahren fielen vier Soldaten in Afghanistan
Ein Ausweis, der mehr als Anerkennung sein kann
Resolution der 22. Hauptversammlung: DBwV fordert ein Artikelgesetz Aufwuchs und die Einführung einer Wehrpflicht
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Die 22. Hauptversammlung: Das sagen die Delegierten
Überwältigende Mehrheit für Oberst André Wüstner
Mittlerweile gibt es vielfältige Möglichkeiten, sich bei einer PTBS-Erkrankung helfen zu lassen. Auch der DBwV wird nicht müde, sich für eine bestmögliche Unterstützung der Betroffenen einzusetzen. Foto: DBwV/gr. Darrelmann
Die Zahlen sind alarmierend: Im Jahr 2015 wurden 694 Soldaten wegen einer „einsatzbedingten psychiatrischen Störung“ behandelt, 2014 waren es 645 Soldaten. Im Jahr 2013 hatte die Zahl der in Behandlung befindlichen Soldaten allerdings 1085 betragen.
Das geht aus einer Antwort des Verteidigungsministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion hervor. Die Linke kritisiert den Umgang der Bundeswehr mit psychiatrischen Erkrankungen: „Angesichts der weiterhin hohen Belastung für Soldatinnen und Soldaten in Auslandseinsätzen befürchte ich, dass die Angst vor Stigmatisierung und Karrierenachteilen die wirkliche Ursache für den scheinbaren Rückgang der Behandlungszahlen ist“, sagte Linken-Fraktionsvize Frank Tempel mit Blick auf die Entwicklung von 2013 bis 2015. „Die Bundesregierung muss die Akzeptanz für professionelle Hilfsangebote bei psychiatrischen Erkrankungen wie Trauma und Sucht zielgruppenspezifisch verbessern.“
Der Deutsche BundeswehrVerband übt bei diesem Thema schon seit Jahren Druck auf die Politik aus und treibt die Aufklärungsarbeit weiter voran, die Dunkelziffer einsatzgeschädigter Soldaten ist sehr hoch. Geht es nach dem Verband, sind dementsprechend auch die Kapazitäten der Bundeswehrkrankenhäuser zu erweitern. Leistungen für seelisch Versehrte sollen aus einer Hand erbracht werden. Weitere Therapie-Formen sind in die unentgeltliche truppenärztliche Versorgung aufzunehmen.
Um das zu erreichen, hat der DBwV auch mitgeholfen, das „Netzwerk der Hilfe“ aufzubauen, dem zahlreiche Organisationen und Verbände angehören. Ziel ist die schnelle und konkrete Unterstützung für Betroffene und deren Angehörige: Unbürokratische Hilfe bietet beispielsweise die Soldaten und Veteranen Stiftung (SVS), das jüngste Kind in der Stiftungsfamilie des DBwV. Die SVS half bereits zahlreichen Einsatzsoldaten – etwa, wenn es um die kurzfristige Finanzierung einer bestimmten Therapie für einen PTBS-Betroffenen oder um die Beschaffung spezieller Sportgeräte für körperlich geschädigte Soldaten ging.
Gemeinsam mit dem Bundeswehrkrankenhaus Berlin wurde zudem eine Selbsthilfegruppe ins Leben gerufen, die Angehörigen Gelegenheit geben soll, sich auszutauschen und zu vernetzen. Auf hauptamtlicher Ebene ist es die Rechtsabteilung des DBwV, die sich fortwährend um die Belange der Veteranen kümmert. Zudem steht den Mitgliedern mit dem Rechtsanwalt Arnd Steinmeyer ein ausgewiesener Fachmann zur Verfügung, wenn es um den Umgang mit der Wehrverwaltung geht. Die Anerkennung einer Wehrdienstbeschädigung, besonders dann, wenn es sich um eine psychische Erkrankung handelt, kann leicht zu einer nervenaufreibenden Geduldsprobe werden.
Ein solches Verfahren kann sich über mehrere Jahre hinziehen, bis der Betroffene endlich Klarheit hat – für einen an PTBS erkrankten Menschen und seine Angehörigen ist das eine enorme zusätzliche Belastung. In solchen Fällen leistet Steinmeyer, Ansprechpartner des DBwV für psychische Beeinträchtigungen im Zusammenhang mit besonderen Auslandsverwendungen, wertvolle Hilfe. Zu erreichen ist Steinmeyer telefonisch unter (040) 41357060 oder per E-Mail unter info@steinmeyer-law.de.
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