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Klartext in spannenden Zeiten
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Bundestag berät über letztmalige Verlängerung des Bundeswehreinsatzes im Libanon
Bundestag berät über die Bundeswehrbeteiligung an KFOR und EUFOR ALTHEA
Marsch zum Gedenken endet in der Gluthitze Berlins
Startschuss für den Marsch zum Gedenken 2026
Erinnerung an Andreas Heine und Christian Schlotterhose
Erinnerung an Alexander Schleiernick, Oleg Meiling und Martin Brunn
Resolution der 22. Hauptversammlung: DBwV fordert ein Artikelgesetz Aufwuchs und die Einführung einer Wehrpflicht
Europa und Ehrungen stehen im Mittelpunkt
Die 22. Hauptversammlung: Das sagen die Delegierten
Überwältigende Mehrheit für Oberst André Wüstner
Tel Aviv. Die israelische Armee setzt im Fall eines Kaufs des Raketenabwehrsystems «Arrow 3» durch Deutschland auf eine Vertiefung der Zusammenarbeit mit der Bundeswehr. «Wenn Deutschland entscheidet, damit voranzugehen, wird die Kooperation fruchtbar sein», sagte ein israelischer Militärvertreter am Dienstag. Verteidigungspolitiker des Bundestags sind noch bis Donnerstag in Israel, um sich dort über Systeme der Luftabwehr zu informieren.
Die Forderung nach einem Raketenschutzschild für Deutschland war angesichts der veränderten Bedrohungslage in Europa nach dem russischen Angriff auf die Ukraine laut geworden. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hatte am Sonntag in der ARD-Sendung «Anne Will» gesagt, die Bundesregierung erwäge die Errichtung eines Raketenschutzschilds für ganz Deutschland nach israelischem Vorbild.
Das «Arrow»-System ist in der Lage, anfliegende ballistische Langstreckenraketen zu zerstören, und wirkt dazu sehr hoch über der Erde, bis in die Stratosphäre hinein. Das wäre eine neue Fähigkeit der Bundeswehr. Die Bundeswehr setzt bisher das System Patriot ein, das in Höhen bis 30 Kilometer wirkt. Bei der Abwehr ballistischer Raketen in größerer Höhe gibt es eine sogenannte Fähigkeitslücke.
Auf die Frage, wie lange im Falle einer Entscheidung Deutschlands für das «Arrow»-System die Einrichtung dauern würde, sagte der israelische Militärvertreter: «Das hängt davon ab, wie schnell sie vorangehen wollen.» Personal müsse speziell geschult werden. Es sei denkbar, dass israelische Soldaten nach Deutschland kommen könnten, um ihr Know-how zu teilen.
Bestehende Patriot-Teams in Deutschland könnten ihre Erfahrung auch für den Einsatz von «Arrow 3» verwenden, sagte der israelische Repräsentant. «Das ist etwas, was die Schulung abkürzen könnte.»
«Arrow 3» wurde gemeinsam von Israel und den USA sowie Israel Aerospace Industries (IAI) und Boeing entwickelt. Das System sei bereits mehrmals erfolgreich getestet worden, zuletzt am 18. Januar, sagte der israelische Militär. In Israel sei es «an einigen verschiedenen Orten» stationiert. Israel sieht sich vor allem durch Raketen seines Erzfeinds Iran bedroht.
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