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Überwältigende Mehrheit für Oberst André Wüstner
Oberst André Wüstner informierte über die aktuellen Herausforderungen und die Auswirkungen der "Zeitenwende". Gleichzeitig konnte sich der Bundesvorsitzende ein Bild von der aktuellen Situation am Standort Wilhelmshaven machen. Foto: DBwV/Sarina Flachsmeier
Wilhelmshaven. Der Standorttag in der größten Bundeswehrgarnison fand erstmals unter Leitung von Kapitänleutnant Christine Weidner statt. Die neue Vorsitzende der Standortkameradschaft Wilhelmshaven hatte dazu den Bundesvorsitzenden Oberst André Wüstner und den Vorsitzenden im Bezirk 3, Oberstleutnant Jörg Struckmeier, eingeladen. Auf dem Programm standen Gesprächsrunden mit Kommandeuren und Dienststellenleitern sowie Wachtmeistern, Kompaniefeldwebeln und Vertrauenspersonen.
Wilhelmshaven ist der größte und bedeutendste Marinestandort in der Bundesrepublik. Die Geschichte der Stadt ist seit Einweihung des erste deutschen Kriegshafens 1869 eng mit den Seestreitkräften verbunden. Die Garnison umfasst heute insgesamt 36 Bundeswehrdienststellen in acht Liegenschaften. Rund 9000 Soldaten und Zivilbeschäftigte leben in Stadt und Umland, zahlreiche Firmen und Einrichtungen profitieren von der Bundeswehr.
Ranghöchster Teilnehmer an der ersten Gesprächsrunde war Flottillenadmiral Axel Schulz, Kommandeur der Einsatzflottille 2. In seinem Großverband sind Fregatten, Einsatzgruppenversorger und Flottentanker zusammengefasst. Die Besatzungen der Kampf- und Versorgungsschiffe stellen weltweit maritime Missionen sicher und schultern damit einen wichtigen Teil der Einsätze der Bundeswehr.
Die Begegnung mit den Kommandeuren und Dienststellenleitern bot für den Bundes- sowie den Bezirksvorsitzenden eine gute Gelegenheit, sich ein Bild von der aktuellen Situation am Standort und in der Marine zu machen. Dazu diente auch der Meinungsaustausch mit Wachtmeistern, Kompaniefeldwebeln und Vertrauenspersonen. In dieser Runde ging es vorwiegend um die durch den Ukrainekrieg bedingte sicherheitspolitische Entwicklung und die Auswirkungen der „Zeitenwende“ auf die Angehörigen der Bundeswehr.
Darüber hinaus drehte es sich unter anderem um die Arbeitsbelastung, insbesondere der von Vorgesetzten. Diese werden nach Aussagen von Teilnehmern oft durch mehrere Nebenaufgaben so beschäftigt, dass kaum noch Zeit für ihre eigentlichen Aufgaben bleibt. Andere forderten, Abläufe bei Ausbildungen und Laufbahnlehrgängen zu überdenken, um Personal „einfach schneller an Bord zu bringen“.
Insgesamt gab es zu nicht wenigen Themen deutliche Kritik. Kritik aus der Truppe, die nur durch den DBwV offen an die Politik herangetragen wird. André Wüstner nahm viele Punkte aus den Gesprächsrunden auf, in seinem anschließenden Vortrag ging er auf weitere Herausforderungen ein. Dabei wurden erneut die vier großen Problemfelder der Bundeswehr deutlich: die bisherige Unterfinanzierung, ineffektive Strukturen, die Überregulierung auf allen Ebenen sowie ein gravierendes Personalproblem. Nach einer Einweisung der Mandatsträger in die Einsatzflottille 2 durch Flottillenadmiral Schulz endete der Standorttag in gemütlicher Atmosphäre mit einem gemeinsamen Grillen.
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