70 Jahre DBwV – Die Erfolgsgeschichte geht weiter
Ein Abend im Zeichen des Jubiläums
Klartext in spannenden Zeiten
Zielgruppentagung des Unterstützungsbereichs
Gefahr im Anflug: Warum Deutschland bei der Drohnenabwehr hinterherhinkt
Dein Patch kann Gutes tun!
„Das KSK genießt im internationalen Kreis vergleichbarer Spezialkräfte einen ausgezeichneten Ruf"
Körperliche und mentale Stärke sind der Schlüssel
Leistungen im Soldatenentschädigungsgesetz werden angepasst
Brücke in die Zukunft: Die Tagung für Soldaten auf Zeit
Vom Dienstherrn zum Arbeitgeber: Wie Soldaten im Justizvollzug eine neue Zukunft finden
SaZ-Onlinetreff: Rentenansprüche sichern – Nachversicherung, Aufstockung und Übergangsleistungen richtig nutzen
Mandat ein letztes Mal verlängert: Bundeswehreinsatz UNIFIL im Libanon
EUFOR Althea und KFOR: Bundestag stimmt für Verlängerung
Bundestag berät über letztmalige Verlängerung des Bundeswehreinsatzes im Libanon
Bundestag berät über die Bundeswehrbeteiligung an KFOR und EUFOR ALTHEA
Marsch zum Gedenken endet in der Gluthitze Berlins
Startschuss für den Marsch zum Gedenken 2026
Erinnerung an Andreas Heine und Christian Schlotterhose
Erinnerung an Alexander Schleiernick, Oleg Meiling und Martin Brunn
Resolution der 22. Hauptversammlung: DBwV fordert ein Artikelgesetz Aufwuchs und die Einführung einer Wehrpflicht
Europa und Ehrungen stehen im Mittelpunkt
Die 22. Hauptversammlung: Das sagen die Delegierten
Überwältigende Mehrheit für Oberst André Wüstner
Bundesvorsitzender Oberst André Wüstner (rechts) und sein Stellvertreter Stabsfeldwebel Thomas Schwappacher. Foto: Mario Firyn
Am 13. und 14. März trafen sich die Spitzenmandatsträger des Deutschen BundeswehrVerbandes zum Verbandstag 2024 in Berlin. Das Motto: Gemeinsam stark. Neben allerhand verbandsorganisatorischen Themen stand auch eine „Positionierung des Verbandstages zu Extremismus und Demokratiefeindlichkeit“ auf der Tagesordnung.
Der Verbandstag, er ist das höchste Organ des DBwV nach der Hauptversammlung. Mindestens einmal zwischen den großen Treffen findet er statt. Sein Zweck: Standortbestimmung, Selbstvergewisserung – und natürlich Diskussion. Immer so, wie es beim Verband guter Brauch ist: mit offenem Visier, klar in der Sache – aber immer kameradschaftlich.
Der Bundesvorsitzende des Deutschen BundeswehrVerbandes, Oberst André Wüstner, schlägt entsprechend in seinem Bericht einen großen Bogen.
Das Land, sagt er, stehe vor einer Vielzahl von Herausforderungen. Die Welt erodiere, Politik und Gesellschaft seien durch eine Gleichzeitigkeit der Krisen gefordert wie nie zuvor. Er sagt: „Die Lage ist bescheiden.“ Und meint dabei sowohl die Lage in der Ukraine, die Produktionskapazitäten der Rüstungsindustrie und die mentale Zeitenwende, die vor allem in der Politik noch fehle. Dazu gehöre natürlich auch das Personal – Wüstner: „Der Elefant im Raum“. Was etwa nutzen Panzer, wenn man keinen habe, der sie fahre.
In einer weltpolitischen Übergangszeit, gefühlter Abstieg der USA, Aufstieg Chinas, gebe es mehr Konflikte: „Darauf müssen wir uns vorbereiten“. Wir, das sind Deutschland, die Bundeswehr und der BundeswehrVerband. Wüstner sagt: „Wenn wir nicht bereit sind, für Demokratie, Recht und Freiheit zu kämpfen, werden wir sie verlieren.“
Als Gast spricht Stephan Kramer, Verfassungsschutz-Präsident in Thüringen, Reserveoffizier und Verbandsmitglied, zum Thema Extremismus. Es geht um die Neue Rechte, um die Linke, die aufhole, um den Drang der Extremen in die gesellschaftlichen Räume. Kramer: „Teile der Gesellschaft radikalisieren sich immer mehr“. Das sei eine Herausforderung für die Demokratie, aber das könne man überwinden, etwa durch Zusammenarbeit. Durch Machen und Tun.
Das ist auch die Devise des Deutschen BundeswehrVerbandes. Eindrucksvoller Beleg: Einstimmig nehmen die Teilnehmer eine „Positionierung des Verbandstages zu Extremismus und Demokratiefeindlichkeit“ an. „Mit dem Grundgesetz“, steht da als Bestandaufnahme, „ist der beste deutsche Staat entstanden, den wir je hatten.“ Der DBwV fühle sich dem auf „besondere Weise“ verpflichtet. Ganz starker Satz: „Der Verband tritt Bestrebungen verfassungsfeindlicher Kräfte, Tugenden wie Vaterlandsliebe, Patriotismus oder Kameradschaft zu kapern, umzudeuten oder zu missbrauchen, entschlossen entgegen.“ Der BundeswehrVerband verstehe sich als „gesellschaftlicher Akteur einer wehrhaften Demokratie.“ Und schließlich: „Menschenfeindliche Überlegungen und Auffassungen lehnt der Verband zutiefst ab.“
Die Teilnehmer besprechen auch Fragen der Mitgliederbindung, zivil wie militärisch, die Erarbeitung einer Handreichung für Veranstaltungen auf örtlicher Ebene, die Digitalisierung des Antragswesens und den Stand der Vorbereitungen zu den Personalratswahlen. Zudem geht es auch um laufende Gesetzgebungsverfahren und viele weitere Themen.
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