26.06.2017
dpa

Von der Leyen nimmt Bundeswehr-Uni in Schutz

Neubiberg - Angesichts von Rechtsextremismus-Vorwürfen gegen einzelne Studenten hat Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) die Bundeswehr-Universität in Neubiberg bei München grundsätzlich in Schutz genommen. Zugleich sagte sie aber auch ein entschiedenes Vorgehen bei Verdachtsfällen zu. Zwei Offiziersanwärter hatten die Uni zuletzt wegen rechtsradikaler Sprüche verlassen müssen. In weiteren Verdachtsfällen liefen die Untersuchungen noch, sagte von der Leyen, darunter sei auch ein Verdachtsfall gegen einen Ausbilder.

«Wir haben etwa 3.000 Studierende hier. Und die ganz, ganz große Mehrheit sind fantastische junge Menschen, die mit großer Neugierde und Wissensdurst hier an der Uni studieren», sagte die CDU-Politikerin am Freitag (23. Juni 2017) bei einem Besuch in Neubiberg. Dabei gebe es «einige wenige Fälle» mit Verdacht auf Rechtsextremismus, denen man nachgehe. «Auch wenn das eine ganz kleine Gruppe ist, nehmen wir diese Fälle sehr ernst», betonte sie.

Die Tatsache, dass die große Mehrheit tadellos ihr Studium absolviere, sei «gerade ein Grund, dass wir umso konsequenter diejenigen verfolgen, die nicht mehr auf dem Boden der freiheitlich-demokratischen Grundordnung stehen».

Gegen einen ehemaligen Studenten ermittelt inzwischen die Münchner Staatsanwaltschaft, wie ein Sprecher der Behörde am Freitag bestätigte. Zuvor hatte die «Süddeutsche Zeitung» darüber berichtet.

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