03.04.2017
dpa

Wehrbeauftragter: 1,5-Prozent-Ziel für Bundeswehretat vorrangig

Berlin - In der Diskussion um die deutschen Verteidigungsausgaben hat der Wehrbeauftragte des Bundestages, Hans-Peter Bartels (SPD), ein Ziel von 1,5 Prozent der Wirtschaftsleistung ins Gespräch gebracht. «Deutschland muss mehr als 1,2 Prozent seines Bruttoinlandprodukts (BIP) in die Verteidigung investieren, mehr als die 37 Milliarden von heute», sagte Bartels «Focus Online».

«Ich glaube, dass wir absehbar mit einer Größenordnung von 1,5 Prozent des BIP unsere Bundeswehr personell komplett auffüllen und materiell voll ausrüsten können», sagte Bartels. Dieses Ziel solle so schnell wie möglich erreicht werden.

Das Zwei-Prozent-Ziel für den Wehretat sei Nato-Übereinkunft und damit auch deutsche Position, sagte Bartels. «Daran orientieren wir uns.» Wer aber ab 2024 tatsächlich zwei Prozent für das deutsche Militär ausgeben wolle - das wären 72 Milliarden Euro - müsste die Bundeswehr dann drastisch vergrößern.

«Man weiß zwar nie, was die Zukunft an neuen Gefahren bringt, aber mehr deutsche Divisionen, Geschwader und Flottillen stehen derzeit nicht zur Debatte. Es geht vielmehr um das Schließen der großen materiellen und der personellen Lücken in unserer heutigen Bundeswehr», sagte der Wehrbeauftragte. 

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