02.06.2017
dpa

Wehrbeauftragter bezweifelt Notwendigkeit von Kasernen-Durchsuchungen

Berlin. Die Durchsuchung von Hunderten Bundeswehr-Kasernen wegen möglicher Wehrmachtsandenken wird vom Wehrbeauftragten des Bundestags, Hans-Peter Bartels (SPD), skeptisch beurteilt. "Ich weiß nicht, ob das nötig war", sagte Bartels am Donnerstagabend bei einer Plenardebatte des Parlaments. "Falls ja, war jedenfalls die Kommunikation dazu nicht wirklich ideal."

Nach dem Fund von Wehrmachtshelmen und Landser-Bildern in der Kaserne des unter Terrorverdacht stehenden Oberleutnants Franco A. hatte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) die Durchsuchung sämtlicher Kasernen angeordnet. Bartels warnte, man dürfe gegenüber den Soldaten nicht in eine "Kultur des Misstrauens" abrutschen. Gleichzeitig distanzierte er sich ausdrücklich von Franco A.: "Wer die freiheitliche Ordnung verächtlich macht und bekämpft, kann kein Kamerad der Verteidiger der Freiheit sein." 

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