03.04.2017
dpa

Wehrbeauftragter: Fehlende Aufsicht begünstigt Missbrauchsfälle

Düsseldorf - Die gestiegene Zahl von Missbrauchsfällen in der Bundeswehr hat nach Ansicht des Wehrbeauftragten Hans-Peter Bartels auch mit fehlender Präsenz von Vorgesetzten in den Kasernen zu tun. «In Zeiten der Wehrpflicht gab es mehr Aufsicht», sagte Bartels der «Rheinischen Post» (1. April 2017).

Seinerzeit hätten ältere und erfahrene Soldaten leichter Vorkommnisse wie entwürdigende Aufnahmerituale mitbekommen können. «Es ist nun schlicht niemand mehr da, der hinguckt», so Bartels. Auch der SPD-Verteidigungsexperte Rainer Arnold sieht ein Problem in mangelnder Aufsicht. «Zur Zeit der Wehrpflicht waren die Vorgesetzten Tag und Nacht mit in der Kaserne, nun sind die jungen Leute abends alleine», kritisierte Arnold.

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