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Potsdam. Sein Name ist eng mit dem Oderhochwasser von 1997 verbunden: Am kommenden Dienstag (3. August) wird Hans-Peter von Kirchbach 80 Jahre alt. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) würdigte die Leistungen des Jubilars in einer Mitteilung der Staatskanzlei. Der Generalinspekteur a.D. und langjährige ehrenamtliche Präsident der Johanniter-Unfall-Hilfe hatte mit 30.000 Soldaten gegen die zweite Oderflutwelle im Oderbruch gekämpft.
«Gemeinsam mit den Ihnen unterstellten Soldaten haben Sie bei der Oderflut von 1997 schier Unmögliches vollbracht. Der pausenlose Transport und die Aufschichtung von Sandsäcken ermöglichten die Stabilisierung der Deiche», schrieb Woidke der Mitteilung zufolge am Sonntag. Er erinnerte an das «Wunder von Hohenwutzen».
Am 25. und am 30. Juli 1997 war es südlich von Hohenwutzen (Märkisch-Oderland) zu zwei Deichrissen und damit verbundenen Böschungsrutschungen gekommen. Während Bundeswehrsoldaten die erste Schadstelle schnell mit Sandsäcken stabilisieren konnten, schien das Schicksal des Oderbruchs am zweiten Deichriss besiegelt: Experten schätzten die Chance, den Deich zu halten, auf zehn Prozent ein. Sämtliche Helfer wurden abgezogen, rund 6500 Bewohner evakuiert.
Dennoch gelang es vier Männern, einen Deichdurchbruch zu verhindern. Hubschrauber flogen Sandsäcke heran, die von den vier Freiwilligen vorsichtig in einem sieben Meter tiefen Krater gestapelt wurden. Hätte der aufgeweichte Damm nicht gehalten, wären sie durch die hereinbrechenden Wassermassen vermutlich ums Leben gekommen.
Zu den Verdiensten Kirchbachs gehöre das Wirken bei der Zusammenführung von Bundeswehr und Nationaler Volksarmee der DDR sowie der Einsatz in vielen Ehrenämtern, schrieb der Regierungschef. Der in Weimar geborene Kirchbach war nach seinem Ausscheiden aus dem Berufsleben lange Jahre Präsident der Johanniter-Unfall-Hilfe und in weiteren Ehrenämtern aktiv. Er ist Träger des Großen Verdienstkreuzes des Bundesverdienstordens und wurde 2007 mit dem Brandenburger Landesverdienstorden ausgezeichnet.
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