Begrüßungsfoto mit Henning Otte (von links), Thomas Behr, die Bundestagsabgeordnete Vivian Tauschwitz, Lars Schunack (Vorsitzender Bezirk 4), Lars Klingbeil und André Wüst. Foto: DBwV

Begrüßungsfoto mit Henning Otte (von links), Thomas Behr, die Bundestagsabgeordnete Vivian Tauschwitz, Lars Schunack (Vorsitzender Bezirk 4), Lars Klingbeil und André Wüstner. Foto: DBwV

18.09.2026
jf

70 Jahre DBwV: Jubiläumsveranstaltung in Munster

Munster. Rund 200 Gäste folgten einer gemeinsamen Einladung des Landesverbandes Nord und der Standortkameradschaft Munster zu einer Jubiläumsveranstaltung in das Kasino Kornett. Darunter Lars Klingbeil (SPD), Vizekanzler und Bundesfinanzminister, als Festredner. Unter den weiteren Gästen: der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages, Henning Otte (CDU), sowie ranghohe Vertreter aus Politik und Bundeswehr, „Spieße“ und Vertrauenspersonen, Ehrenmitglieder und Mandatsträger des DBwV mit dem Bundesvorsitzenden Oberst André Wüstner an der Spitze.

Oberst Thomas Behr ging in seiner Begrüßungsrede zunächst auf die Geschichte des DBwV ein. Mit Blick auf sieben Jahrzehnte Verbandsarbeit bezeichnete er die Kameradschaften als Ansprechpartner, Verbindungsglieder und Orte der Begegnung: „Hier werden Erfahrungen weitergegeben, Erinnerungen wachgehalten. Und hier zeigt sich, dass Kameradschaft nicht mit dem letzten Diensttag endet.“ Der Landesvorsitzende Nord weiter: „Und überhaupt ist Soldat sein eine Geisteshaltung, die nicht daran gebunden ist, jeden Tag Uniform zu tragen.“ Zum Engagement der Mitglieder stellte Behr fest: „Oft wird ehrenamtliches Engagement erst sichtbar, wenn jemand gebraucht wird. Aber hinter jeder Veranstaltung und jeder Unterstützung stehen Menschen, die ihre Zeit und ihre Kraft eingebracht haben.“ Der Oberst abschließend: „Dafür gebührt ihnen unser herzlicher Dank und unsere Anerkennung.“ 

Einer, dem das galt, ist zweifellos Dietrich Breuer, von Anfang an Mitglied im DBwV. Der 90-Jährige berichtete von dessen Gründung und seiner Motivation, diesem sofort beizutreten. Nach seinem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst 1971 und Wechsel in die Munsteraner Stadtverwaltung blieb er dem Verband bis heute treu. Seine kurz gehaltenen Erinnerungen wurden von den Zuhörerinnen und Zuhörern mit großem Interesse aufgenommen. Dies zeigte der Beifall, den sie ihm zum Ende seiner Ausführungen stehend spendeten.

„Es ist wichtig, dass es mit dem BundeswehrVerband eine feste Stimme für die Soldatinnen und Soldaten gibt“, führte Lars Klingbeil aus, in dessen Wahlkreis Munster liegt. Der Minister dankte dem Verband, dass er mit einer Stimme spricht und Druck macht, dass er zwar fordert, aber auch Lösungen aufzeigt. „Dieser Verband steht für alle, eine Kameradschaft wird gelebt, man steht zusammen“, führte er weiter aus. In diesem Zusammenhang verwies er auf den Krieg in der Ukraine und das, was Soldatinnen und Soldaten dort erreichen, weil sie zusammenhalten.

Auf den offiziellen Teil, der von Musikern des Heeresmusikkorps Hannover und „Voice Over Piano“ musikalisch umrahmt wurde, folgte ein gemeinsames Essen. Der Abend endete mit Gesprächen und vielen Erinnerungen. Eine runde Veranstaltung, die der Landesverband Nord und die Standortkameradschaft Munster auf die Beine gestellt haben, wie von Teilnehmern zu hören war. Des Anlasses würdig, an dem Ort, an dem alles begann.

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