Emotional ging es teilweise bei der Diskussion im Rahmen der Spießtagung des Landesverbandes Ost zu. Foto: Christian Weber

Emotional ging es teilweise bei der Diskussion im Rahmen der Spießtagung des Landesverbandes Ost zu. Foto: Christian Weber

30.06.2026
Christian Weber

Blankenfelde: Zielgruppentagung mit Kompaniefeldwebeln im Landesverbandes Ost

Fünfzig Kompaniefeldwebel aus dem Landesverband Ost kamen zur diesjährigen Zielgruppentagung des Landesverbandes Ost in Blankenfelde-Mahlow zusammen, um sich über aktuelle Themen zu informieren.

Bereits bei der Vorstellung der gut gefüllten Tagesordnung wurde klar, dass bei dieser Tagung inhaltlich einige Themen angesprochen werden sollten, die bei aller Sachlichkeit auch mit entsprechenden Emotionen durch die Betroffenen verfolgt und diskutiert werden. „Wir haben auch kritische Themen ganz bewusst nicht ausgespart, da wir uns von den Spießen eine ehrliche Rückmeldung erhoffen, die dann in die weitere Arbeit des Deutschen BundeswehrVerbandes (DBwV) einfließen kann“, so der Tagungsleiter Hauptmann Christian Weber.

Den Anfang machte Oberstabsfeldwebel Heiko Zerm, der mit seinem Vortrag den Blick auf das Bundeswehrsozialwerk lenkte. Der stellvertretende Bereichsgeschäftsführer Ost zeigte dabei die Arbeitsfelder und das soziale Engagement des Vereins auf und machte deutlich, welche Möglichkeiten bei der Unterstützung von Angehörigen der Bundeswehr bestehen.

Anschließend war es dann der Vorsitzende des Landesverbandes Ost, Hauptmann Ralf Baasch, der einen ausführlichen Einblick in Arbeit und Struktur des Landesverbands gab. Wichtig war es Baasch dabei, sich bei den Anwesenden für die Unterstützung der Arbeit des DBwV in den Dienststellen der Bundeswehr zu bedanken. „Sie tragen mit Ihrer Unterstützung aktiv dazu bei, dem Verband in den Einheiten und Dienststellen ein Gesicht zu geben“, so Baasch zum Ende seiner Ausführungen.

Ihm schloss sich mit Oberst i.G. Sven Zickmantel aus der Hauptabteilung Streitkräfte im Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) ein Vortragender an, in dessen Zuständigkeit die sehr emotional diskutierten Themen Mindestdienstzeiten, Verwendungsaufbaumodelle und Arbeitszeit bearbeitet werden. „Ich möchte die Themen mit den Spießen besprechen und dabei zeigen, wo wir im BMVg stehen und wie die Lösungen aussehen könnten“, so Zickmantel zu Beginn seiner Ausführungen. Dass er dieses Ziel umsetzen konnte, zeigte der anschließende Austausch mit den Kompaniefeldwebeln, bei dem er Optionen, Abhängigkeiten und Zwänge auf dem Weg zu Lösungen der Projektgruppe Leitplanken Personalstruktur Bundeswehr 2027+ aufzeigte. „Egal was gemacht wird. Bitte setzen Sie sich dafür ein, dass die Entscheidungen der Projektgruppe den Menschen vernünftig erklärt werden und wir nicht wieder aus den sozialen Medien erfahren, wo es lang geht“, so die einheitliche Meinung der Anwesenden. „Ich bin Herrn Oberst Zickmantel dankbar, dass er da war um mit den Spießen über die Herausforderungen und geplanten Veränderungen zu sprechen“, fasste Hauptmann Weber seine Eindrücke zum Ende des ersten Veranstaltungstages zusammen.

Der zweite Tag der Zielgruppentagung startete dann mit dem Vortrag des ersten Stellvertreters des Bundesvorsitzenden. Stabsfeldwebel a. D. Thomas Schwappacher. Schwappacher ging in seinen Ausführungen auf die aktuellen Handlungsfelder des DBwV mit direktem Bezug zur Laufbahn der Unteroffiziere und weitere verbandspolitische Themen ein.

Ihm schloss sich der Vortrag vom Unterabteilungsleiter Personal im Kommando Heer, Oberst i. G Volker Thiemann an, der zum aktuellen Stand der Aufstellung der Panzerbrigade 45 in Litauen informierte. Auch hier kamen die Kompaniefeldwebel schnell in eine lebhafte Diskussion. Insbesondere die personelle Besetzung und die umgangssprachlich „weichen Parameter“ fanden reges Interesse. Thiemann gelang es, den bunten Blumenstrauß zu ordnen und die Fragen zu beantworten. Die Tagungsteilnehmer waren sich einig: Die Besetzung der Dienstposten in Litauen wird eine große Herausforderung bleiben.

„Die Zielgruppentagung für die Kompaniefeldwebel war nach meiner Bewertung ein Erfolg. Wir konnten 50 Teilnehmenden wichtige Themen näherbringen, Wissensstände ergänzen und Emotionen einordnen. Wir werden auch im Jahr 2027 das bewährte Tagungsformat fortsetzen und freuen uns wieder auf viele Teilnehmende“, so der Tagungsleiter in seiner Gesamtzusammenfassung der Zielgruppentagung. Diese Meinung bestätigten auch die Teilnehmer in ihren kurzen Rückmeldungen. „Der DBwV ist das einzig relevante Sprachrohr für die Menschen in der Bundeswehr. Er wird in Politik und Gesellschaft gehört. Daher bin ich als Kompaniefeldwebel auch überzeugter Mandatsträger. Den Organisatoren der Tagung danke ich für die Arbeit und die Themenauswahl“, meinte Stabsfeldwebel Marco Freitag-Rudolf, stellvertretender Vorsitzender der Standortkameradschaft Strausberg in seinem persönlichen Fazit zur Veranstaltung.

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