Stabshauptmann Milz, Personalratsvorsitzender. Foto: Sebastian Kädig

Stabshauptmann Milz, Personalratsvorsitzender. Foto: Sebastian Kädig

02.11.2026
StHptm Milz

Ein bewegender Tag im Zentrum Kraftfahrwesen der Bundeswehr

In der Personalversammlung wurden zukunftsfähige Strukturen, klare Kante und ein emotionaler Abschied gezeigt.

Mönchengladbach den 7. Oktober 2026 – Zur jüngsten Personalversammlung des Zentrum Kraftfahrwesen der Bundeswehr (ZKfWBw) versammelten sich rund 90 Beschäftigte aller Statusgruppen. Neben der Dienststellenleitung nahmen zahlreiche hochrangige Gäste, als Gäste des Personalratsvorsitzenden, teil.

Unter anderem waren dies: der Kommandeur des ZKfWBw, Herr Oberst Gottsche, vom Deutschen BundeswehrVerband (DBwV), Herr Regierungsoberamtsrat Käding, die Gesamtpersonalratsvorsitzende, Frau Hauptmann Lachner, sowie Herr Technischer Regierungshauptsekretär Jawinski, die Gleichstellungsbeauftragte, Frau Schumann, und die stellvertretende Gleichstellungsvertrauensfrau, Frau Hauptmann Hoffmann, sowie der Leiter des Personalmanagements des BwDLZ Aachen, Herr Oberregierungsrat Reuter.

Zukunftsausblick und klare Werte

Oberst Gottsche skizzierte in seiner Ansprache die zukünftigen Dienststellenstrukturen bis zum Zieljahr 2035+. Er appellierte eindringlich an die Beschäftigten, das tägliche Miteinander stets von Freundlichkeit, Kameradschaft und Kollegialität prägen zu lassen. Ein zentrales Anliegen war ihm das Thema Respekt: Bei sexuellem Fehlverhalten gelte eine strikte Null-Toleranz-Grenze. Er verwies dabei explizit auf den Bericht „Belästigt. Gemobbt. Missbraucht. Soldatinnen in Gefahr?“ sowie auf das entsprechende Schreiben des Generalinspekteurs. 

Die Gleichstellungsbeauftragte des ZKfWBw Frau Schumann griff diesen Impuls auf und verdeutlichte in ihrem Beitrag zum Thema Diversity, warum echte Zusammenarbeit weit über reine Toleranz hinausgeht.

Verbandsthemen und Tarifneuerungen

Kritische Töne schlug der Personalratsvorsitzende, Stabshauptmann Milz, an. Er bemängelte, dass die Beschäftigten seit 2020 weiterhin auf die gesetzliche Neuregelung zur amtsangemessenen Alimentation warten. Trotz mehrerer Grundsatzurteile des Bundesverfassungsgerichts schaffe es die Politik bislang nicht, Soldatinnen, Soldaten sowie Beamtinnen und Beamte verfassungskonform zu besolden.

Die Vertreter des DBwV informierten im Anschluss über aktuelle Tariferfolge und Neuerungen, darunter der zusätzliche Tag Erholungsurlaub ab 2027, das 42-Stunden-Modell sowie die Option „Zeit statt Geld“.

Verabschiedung einer prägenden Persönlichkeit

Der emotionalste Moment der Versammlung gehörte Stabshauptmann Milz, der sich nach fast 41 Dienstjahren als Soldat zum 31. Dezember 2026 in den Ruhestand verabschiedet. Er dankte dem Dienststellenleiter für die jahrelange, hervorragende Zusammenarbeit und schloss in seinen Dank ausdrücklich den Chef des Stabes, Oberstleutnant Erik Schwarz, und den jetzigen Abteilungsleiter Führung Kraftfahrausbildung, Oberstleutnant Stefan Schmid, ein. Seiner Nachfolge, die am 21. Oktober gewählt wird, wünschte er bereits jetzt viel Glück und ein glückliches Händchen im neuen Amt.

Im Anschluss an die Versammlung trat das gesamte ZKfWBw an. Oberst Gottsche würdigte die herausragenden Verdienste von Stabshauptmann Milz und zeichnete ihn als erst dritte Person überhaupt mit der Ehrennadel des ZKfWBw aus. Bei der anschließenden Eröffnung des Oktoberfestes klang der ereignisreiche Tag bei zünftiger Verpflegung und anregenden Gesprächen zwischen der Belegschaft und allen Referenten kameradschaftlich aus.

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