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In der DBwV-Bundesgeschäftstelle tauschte sich Hauptmann Ingo Zergiebel (r.) mit Generalmajor Andreas Henne aus. Foto: DBwV/Yann Bombeke
Von einer neuen App über die Fitness von Reservisten bis hin zur Litauen-Brigade – die Themen der Gespräche von Hauptmann Ingo Zergiebel mit Generalmajor Andreas Henne und Oberst Wilhelm Neißendorfer waren vielfältig.
Eine leistungsstarke Reserve ist unverzichtbar – dies gilt heute mehr denn je, in Zeiten, in der alle Anstrengungen auf eine vollumfänglich einsatzbereite Bundeswehr ausgerichtet sind. Worauf es dabei ankommt, besprach jetzt der Vorsitzende ERH im Bundesvorstand, Hauptmann Ingo Zergiebel, mit Generalmajor Andreas Henne, Kommandeur Kommandobereich und Stellvertreter des Befehlshabers (Kdr KdoBer TFK u StvBefh) des Territorialen Führungskommandos der Bundeswehr.
Generalmajor Henne und Hauptmann Zergiebel sind sich einig: Die Anforderungen an die Reserve haben mit der Zeitenwende zugenommen. Generalmajor Henne machte dabei deutlich, dass die Reservisten den Anforderungen des Heimatschutzes genügen müssten. So bekommt die Reserve zurzeit Ausrüstung – mit der die Reservistinnen und Reservisten auch umgehen müssen. „Der Reservist im Heimatschutz muss fit sein“, betonte Generalmajor Henne, der auch davon ausgeht, dass Reservisten bei der geplanten Litauen-Brigade im Einsatz sein werden.
Weitere Themen, die der Vorsitzende ERH und Kdr KdoBer TFK u StvBefh besprachen, waren die besondere Altersgrenze und die Hinzuverdienstgrenzen für Pensionäre.
Gespräch mit Oberst Wilhelm Neißendorfer
Eine App, um Reservisten heranzuziehen, die Brigade in Litauen und die gesundheitliche Eignung in Verbindung mit der Altersgrenze für Reservedienstleistende waren unter anderem Themen eines weiteren Gesprächs zwischen Hauptmann Zergiebel und Oberst Wilhelm Neißendorfer, Abteilungsleiter VI beim Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr.
„Mit der in Entwicklung befindlichen App ‚Meine Reserve‘ sollen die personalwirtschaftlichen Prozesse in der Reserve digitaler werden“, sagte Oberst Neißendorfer. Mit Hilfe der App können in Krisen- und Notsituationen Gruppen oder Einzelpersonen alarmiert werden. Die Heranziehung von Reservistinnen und Reservisten wird in einem elektronischen Workflow abgebildet. Dadurch wird der gesamte Prozess vereinfacht und vor allem beschleunigt.
Im Rahmen der Übung Quadriga 2024 wird ein Teil der App in der Praxis getestet werden. Hierfür steht das Heimatschutzregiment 2 mit einem ausgewählten Kreis von Reservistinnen und Reservisten zur Verfügung. Getestet werden die Alarmierungsfunktion sowie die digitale Heranziehung. Ziel sei es, dass die App zukünftig zuverlässig funktioniert und von möglichst vielen Reservistinnen und Reservisten genutzt werden kann. „Dann kann die App ein Gamechanger werden“, so Neißendorfer.
„Könnten auch Frauen zur Landes- und Bündnisverteidigung einberufen werden?“, fragte Hauptmann Zergiebel. „Frauen sind nach wie vor nicht wehrpflichtig“, erklärte Neißendorfer. „Es sei denn, sie sind ehemalige Soldatinnen (BS, SaZ, FWDL). Denn dann sind sie nach dem Soldatengesetz dienstleistungspflichtig und könnten auch herangezogen werden.“
Für eine Anhebung der Altersgrenzen für Reservistendienstleistende über das 65. Lebensjahr hinaus sieht Oberst Neißendorfer keine zwingende Notwendigkeit, da hierfür seitens der Streitkräfte kein Bedarf angezeigt ist.
Die dauerhafte Stationierung einer Brigade in Litauen ist auch ein Thema für Reservistinnen und Reservisten: „Es gibt bereits einige Interessensbekundungen von Reservisten, die in Litauen üben würden", sagte Neißendorfer. Es fehle aber noch an Strukturen, damit Reservisten auch an der NATO-Ostflanke üben könnten.
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