03.09.2026
dpa

Heerinspekteur: Der Feind wartet nicht auf unsere Fertigmeldung

Berlin. Der Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Christian Freuding, fordert angesichts der russischen Bedrohungen mehr Tempo beim Ausbau der Bundeswehr. «Wir müssen in einen anderen Modus schalten. Wir brauchen dringend die Erhöhung von Kapazitäten», sagte er der «Landeszeitung für die Lüneburger Heide», die Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) ist.   Einen möglichen Angriff müsse Deutschland verhindern können, «indem wir zum frühestmöglichen Zeitpunkt militärische Stärke demonstrieren, die glaubwürdig abschreckt. Daher brauchen wir Höchstgeschwindigkeit», sagte Freuding. «Der Feind wartet nicht auf unsere Fertigmeldung. Je früher der Krieg in der Ukraine endet - und das wünschen wir uns alle -, desto früher werden die russischen Streitkräfte zum Angriff fähig sein.»  Zur Umstrukturierung der Bundeswehr zähle zudem nicht nur die technologische Innovation, sondern auch die Weiterbildung des Personals. «Ich will, dass wir, wenn wir uns jetzt neu strukturieren, an Kampfkraft und an Einsatzwert gewinnen», sagte Freuding. In der Ausbildung gebe es beispielsweise schon jetzt einen Basiskurs zur Drohnenbedienung «Das muss jeder lernen, muss jeder können», sagte er.

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