26.10.2026
dpa

Selenskyj hofft auf Fortschritte bei Verhandlungen

Kiew. Nach über viereinhalb Jahren Krieg setzt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj seine Hoffnungen in das im November bevorstehende Treffen der Vertreter Russlands, der Ukraine und der USA. «Hauptsache, wir bewegen uns vorwärts in der Diplomatie auf allen Kanälen, gebe Gott, dass dies der Ukraine gelingt», sagte Selenskyj in einem Interview des ukrainischen Fernsehens. Er hoffe zudem, dass auch Europa an den Verhandlungen beteiligt werde.

Von den Gesprächen selbst erwarte er die Voraussetzungen für einen Gipfel auf höchster Ebene zwischen ihm, US-Präsident Donald Trump und Kremlchef Wladimir Putin. «Für uns wäre das wichtigste Ergebnis die Möglichkeit eines Dreiergipfeltreffens», sagte Selenskyj. Denn seiner Ansicht nach könnten nur direkte Gespräche der drei Präsidenten die wichtigsten Probleme lösen, die bisher einen Weg zum Frieden blockieren. Putin hat bisher jedes Treffen mit Selenskyj kategorisch verweigert.

Bei den bevorstehenden Gesprächen im November wolle die Ukraine mehrere wichtige Themen erörtern, sagte Selenskyj weiter. Unter anderem gehe es um eine sogenannte Energie-Feuerpause, bei der sowohl Russland als auch die Ukraine ihre Angriffe auf die Energie-Infrastruktur des jeweiligen Kriegsgegners einstellen. Auch sollten die Kriegsparteien die Möglichkeiten für eine Waffenruhe auf dem Schwarzen Meer ausloten, um in der Region wieder eine freie Schifffahrt zu ermöglichen.

Der amerikanische Chef-Unterhändler Steve Witkoff hatte vor kurzem mit Vertretern der Ukraine und Russlands das Dreiertreffen der Regierungsdelegationen vereinbart. Ein Tagungsort wurde bisher nicht öffentlich genannt.

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