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Bei ihrem Besuch in Litauen haben Union und SPD den Soldaten der Panzerbrigade 45 Unterstützung zugesagt. Was die Fraktionschefs bei einem gemeinsamen Besuch betonen.
Berlin/Vilnius. Die Fraktionschefs von Union und SPD, Thorsten Frei (CDU) und Matthias Miersch (SPD), haben bei einem gemeinsamen Besuch der Panzerbrigade 45 in Litauen ihre Unterstützung für die dort stationierten Soldaten bekräftigt. Die Panzerbrigade dient dem verstärkten Schutz der Nato-Ostflanke.
Frei sagte der «Rheinischen Post»: «Wir werden sicherstellen, dass die Frauen und Männer ihrem Dienst in Litauen in einem attraktiven Umfeld nachkommen können.» Mit der dauerhaften Stationierung zeige Deutschland, «dass unsere Zusagen gelten und die Zeitenwende hier Gestalt annimmt. Wir stehen zu unserer Bündnissolidarität.»
Abgeordnete trügen eine herausgehobene Verantwortung für die Soldatinnen und Soldaten, sagte Frei: «Das gilt ganz besonders für die Angehörigen der Bundeswehr, die im Ausland stationiert sind und mit dazu beitragen, den Frieden und die Freiheit in Europa zu schützen.»
Miersch sagte dem Blatt: «Die Soldatinnen und Soldaten der Litauen-Brigade schützen mit ihrem Einsatz unsere Freiheit in Deutschland und Europa.» Das sei keine Selbstverständlichkeit, «sondern ein tägliches Zeichen großer Solidarität mit ihren Mitmenschen in Deutschland und unseren europäischen Partnern.» Die Bundeswehr-Angehörigen in Litauen würden deshalb nicht nur als Soldatinnen und Soldaten wahrgenommen, «sondern als willkommene Gäste».
Verstärkter Schutz der Nato-OstflankeMit der Panzerbrigade 45 in Litauen reagiert Deutschland auf eine wachsende Bedrohung durch Russland. Litauen grenzt an die russische Ostsee-Exklave Kaliningrad und an Russlands engen Verbündeten Belarus. Die Brigade soll bis Ende 2027 mit einer Gesamtstärke von 4.800 Soldaten und 200 zivilen Mitarbeitern voll als Kampfverband einsatzfähig sein.
«Deutschlands Entscheidung, eine Brigade dauerhaft in Litauen zu stationieren, ist ein historischer Schritt und eines der deutlichsten Beispiele für Solidarität und kollektive Verteidigung der Nato-Verbündeten in Europa», sagte der litauische Außenminister Kestutis Budrys nach seinem Treffen mit Frei und Miersch, die beide gemeinsam auch von Staatspräsident Gitanas Nauseda zu einem Gespräch empfangen wurden.
Die Panzerbrigade 45 wurde im April 2025 formal in Dienst gestellt. Mit ihrer Stationierung betrat die Bundeswehr militärisch Neuland: Es handelt sich um die erste dauerhafte Stationierung eines Großverbandes im Ausland.
Gespräche über Sabotageakte in Leipzig und VilniusBei den «guten Gesprächen» mit den Fraktionsvorsitzenden ist es nach Angaben von Budrys auch um den versuchten Drohnenanschlag am Flughafen Leipzig/Halle und den vereitelten Brandanschlag auf ein Unternehmen in Vilnius gegangen, das Starlink-Ausrüstung lagert. Diese Vorfälle seien keine Einzelfälle und sollten nicht isoliert betrachtet werden, sondern als «Teil von Russlands umfassenderer Hybridkampagne gegen Europa». Darauf gebe es nur eine Antwort: noch engere Zusammenarbeit zwischen den Verbündeten, erhöhte Wachsamkeit und stärkere Unterstützung für die Ukraine, betonte Budrys.
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