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Krobok löst Göttelmann an der Spitze des Wachbataillons ab

Michael Krobok, Peter Braunstein und Marcus Göttelmann (v.l.).Größere Abbildung anzeigen
Michael Krobok, Peter Braunstein und Marcus Göttelmann (v.l.).

Berlin. Kommandowechsel beim Wachbataillon in Berlin: Oberstleutnant Michael Krobok ist 19. Kommandeur. „Semper Talis“ bedeutet „immer vortrefflich“. So ist alles bestens vorbereitet, als die Soldaten antreten. Als der scheidende Kommandeur, Oberstleutnant Marcus Göttelmann, den Exerzierplatz in der Julius-Leber-Kaserne betritt, ertönen militärische Kommandos und die Angetretenen reagieren wie ein Mann.

Nach 944 Tagen als Kommandeur wendet er sich ein letztes Mal an die Soldaten, bedankt sich und lässt seine Amtszeit Revue passieren. Die war wesentlich von Protokolleinsätzen wie beim Staatsbesuch von Barack Obama geprägt. Insgesamt standen unter seinem Kommando 104 protokollarische Einsätze und 22 Große Zapfenstreiche auf dem Programm. Allerdings beschäftigte den Kommandeur auch eine Strategie für die Zukunft. Das Wachbataillon, mit 1200 Soldaten stärkstes der Bundeswehr, sieht sich mit der Aussetzung der Wehrpflicht besonderen Herausforderungen gegenüber. „Abschied nehmen tut weh. Doch von der Garde scheidet man niemals endgültig, denn wer einmal Gardeoffizier war, bleibt es ein Leben lang“, sagte Göttelmann.

Als letzte Amtshandlung zeichnete er verdiente Soldaten mit dem Ehrenkreuz der Bundeswehr sowie mit der Gardenadel, der höchsten Auszeichnung des Wachbataillons, aus. Im Anschluss erhielt er die seltene Auszeichnung selbst von seinem Stellvertreter, Major Sven Hartwig. Die offizielle Kommandoübergabe an Oberstleutnant Michael Krobok vollzog der Kommandeur des Standortkommandos Berlin. Brigadegeneral Peter Braunstein sagte, Göttelmann habe seine Aufgaben vorbildlich gemeistert und übergebe Krobok das Kommando über einen „Verband von weit überdurchschnittlicher Qualität“.

250 Soldaten aller Teilstreitkräfte bildeten anschließend ein Ehrenspalier für den scheidenden Kommandeur. Im Offizierheim lebte mit der Übergabe des sogenannten Möllendorff-Degens, der seit 1945 für 50 Jahre als verschollen galt und 1854 dem preußischen General von Möllendorff von seinen Offizieren anlässlich des 50-jährigen Dienstjubiläums gestiftet wurde, eine alte Tradition wieder auf. Als letzte Überraschung zeichnete der mit seinem Stellvertreter angereiste Kommandant der Prager Burgwache, Oberst Radoslav Stúdeny, Oberstleutnant Göttelmann mit dem Orden der Prager Burgwache aus.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Letzte Änderung am 29.7.2011


 
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