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Generalinspekteur Carsten Breuer wird neuer Vorsitzender des Nato-Militärausschusses – eine große Ehre für den ranghöchsten Soldaten der Bundeswehr. Foto: picture alliance/dpa/Bernd von Jutrczenka
Große Ehre für den ranghöchsten Soldaten der Bundeswehr: Generalinspekteur Carsten Breuer wird neuer Vorsitzender des Nato-Militärausschusses. Breuer wurde bei einer Sitzung der Generalstabschefinnen und Generalstabschefs der NATO-Mitgliedstaaten in Kopenhagen zum Nachfolger des italienischen Admirals Giuseppe Cavo Dragone gewählt. Er wird damit neben dem Oberbefehlshaber der alliierten Streitkräfte in Europa, dem Saceur, einer der wichtigsten NATO-Militärs.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zeigte sich dankbar für das Vertrauen der Verbündeten und sagte, Deutschland übernehme in fordernden Zeiten Verantwortung. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) sprach von einer „historischen Aufgabe“ und bescheinigte Breuer strategische Weitsicht. Er habe an entscheidender Stelle mit dazu beigetragen, die Bundeswehr neu aufzustellen.
Auch der DBwV begrüßt die Entscheidung der NATO. Der Bundesvorsitzende Oberst André Wüstner: „Für Deutschland und für ihn selbst ist die Wahl in diesen Zeiten von enormer Bedeutung. Ich wünsche ihm eine glückliche Hand für diese verantwortungsvolle Aufgabe und bin zuversichtlich, dass er dieser gerecht wird.“
Für Breuer selbst und seine Vorbereitung auf die neue Aufgabe, aber auch für die Bundeswehr, sei jetzt eine zügige Entscheidung über die Nachfolge wichtig, so Wüstner. „Spätestens Ende des Jahres stehen wichtige Entscheidungen für die Feinstruktur und damit Zukunft der Streitkräfte an. Die Truppe steht vor der größten Transformationsaufgabe in ihrer Geschichte. Je früher die Einweisung und Übergabe an seinen Nachfolger erfolgt, desto besser.“
General Breuer sagte der dpa: „Die Unterstützung der Generalstabschefs unserer NATO-Verbündeten bedeutet mir viel. Im Bündnis liegen große Aufgaben vor uns - für unsere Sicherheit und den Frieden in Europa und darüber hinaus.“
Carsten Breuer setzte sich gegen die kanadische Generalstabschefin Jennie Carignan durch, die im Fall ihrer Wahl die erste Frau an der Spitze des Militärausschusses geworden wäre. Er soll im Juli 2027 die Nachfolge des derzeitigen Amtsinhabers antreten.
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