Ein Zeugnis dessen, was passiert, wenn Politik an ihre Grenzen stößt
300 Seminare für einen geordneten Übergang in den Ruhestand
DBwV für neues Artikelgesetz Militärische Sicherheit, fordert aber Nachbesserungen
Mannschaften, eine Dienstgradgruppe vor großen Aufgaben
Der Aufwuchs der Reserve als sicherheitspolitische Aufgabe
Wüstner: „Gefahr ist groß, dass Russland die Situation ausnutzt“
„Vielleicht geht es um alles“
Eine Entscheidung, die bis heute schwere Folgen hat
EuGH: Fahrten von einem zentralen Stützpunkt zu wechselnden Einsatzorten können Arbeitszeit sein
Kabinett beschließt Novellierung der Bundeslaufbahnverordnung – wichtige Forderungen umgesetzt
Panzerbrigade 45: Einsatzversorgung in Litauen gesichert
Verbandserfolg: Ehepartnerzuschlag für ins Ausland mitreisende Ehegatten durchgesetzt
Anpassung des Auslandsverwendungszuschlags in Jordanien und Erbil
Bundeswehr bleibt im Einsatz gegen IS
Weihnachtszeit im Libanon und in Litauen
Bundestag verlängert EU- und Nato-Mission im Mittelmeer
Gedenken: Vor 16 Jahren fielen drei Soldaten beim Karfreitagsgefecht
„Lassen Sie uns gemeinsam den Tag deutschlandweit zu etwas Besonderem machen“
16K3-Gedenkmarsch: Erinnerung an das Karfreitagsgefecht
Resolution der 22. Hauptversammlung: DBwV fordert ein Artikelgesetz Aufwuchs und die Einführung einer Wehrpflicht
Europa und Ehrungen stehen im Mittelpunkt
Die 22. Hauptversammlung: Das sagen die Delegierten
Überwältigende Mehrheit für Oberst André Wüstner
Das Lied ist nicht geplant, die Idee kommt spontan – Sara Dähn singt vor deutschen Soldaten im Auslandseinsatz, „Kein wahrer Held lebt lang“, auf Englisch „No one but you“, von der britischen Rockband Queen. „Meine erste Reaktion war: Das können wir nicht bringen, wir waren mit den Soldaten doch vorher auch noch am Ehrenhain ...“
„Seht Euch an Kein wahrer Held lebt lang Ihr kamt zu nah an die Sonne heran Und keiner kann Euch ersetzen.“
Sara Dähns Einsätze sind vor allem auf Galas, Geburtstagen oder Feiern gefragt. Aber die 24-jährige tritt auch in Soldaten-Camps wie Koulikoro/Mali 2015 oder Mazar-e-Sharif/Afghanistan 2012 auf:„Wir haben das Lied ‚Kein wahrer Held lebt lang‘ vorher vor ein paar Soldaten getestet. Als ich zu singen begann, wurden sie immer stiller. Plötzlich fingen einige sogar an zu weinen. Und das in einem kleinen Raum mit nur fünf Leuten – es war hochemotional ... Am Ende sagten sie: ‚Das müsst ihr heute Abend unbedingt singen. Es ist ein Statement für alle, die es nicht nach Hause geschafft haben.‘ Das werde ich nie vergessen.“
Dann, am Abend des Live-Konzerts, als Sara Dähn das Lied vor rund 300 Soldaten singt, wiederholt sich die Ergriffenheit, man „hätte eine Stecknadel fallen hören können. Das war für mich ganz schwer, denn ich war selber ganz ergriffen. Das war einer meiner emotionalsten Auftritte ever.“
Eigentlich hatte Sara Dähn mit der Bundeswehr nichts am Hut. In Bremen geboren, wollte sie schon immer singen und darstellen, Emotionen wecken, die Zuschauer ergreifen. Sie macht eine Ausbildung an der European Musical Academy Bremen, wird 2008 Mitglied der Bremer Musical Company, bekommt 2013 ihre erste Hauptrolle im Musical „Anastasia“, das im Februar 2017 im Musical Theater Bremen wieder aufgeführt wird.
Neben diesen Engagements arbeitet sie als Frontsängerin von „Voice Over Piano“, einer Künstlergruppe, die Musikabende ausrichtet und gute Kontakte zur Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung (EAS) pflegt. Diese wiederum betreibt zusammen mit der Katholischen Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung (KAS) die sogenannte OASEn in Auslandseinsätzen: Begegnungsstätten mit Gastronomie und Freizeitangeboten, die das Feldlagerleben auflockern. Musicalhits und Schlager, Rock, Pop und Chanson passen gut in das Programm.
2012 bekommt Sara Dähn das erste Angebot in Afghanistan aufzutreten. Sie nimmt den Auftritt nicht auf die leichte Schulter, bereitet sich auf das Campleben als auch auf die Krisensituation gut vor: „Es ist ein bisschen Abenteuerlust dabei, denn wer macht das schon – sich mal selber ein Bild machen. Ich kann in Afghanistan nichts ausrichten. Aber ich kann, so unbedeutend wie man ist, den Soldaten etwas Gutes tun. Ich bringe ihnen ein Stück Heimat.“ Das Programm trifft das Herz der Soldaten, die Reaktion dieses speziellen Publikums gefällt Sara Dähn.
Auch in Deutschland tritt sie regelmäßig vor der Truppe auf – beim Solidaritätslauf Hamburg für PTBS-Patienten, beim Sommerfest der Logistikschule der Bundeswehr in Osterholz-Scharmbeck. Außerdem macht sie bei Musical-Dinners im Soldatenheim OASE „An der Schleuse“ in Torgelow, die von der EAS ausgerichtet werden, mit. So auch bei einer Veranstaltung Ende November.
Unter den Gästen sind Soldaten, Bundeswehrangehörige und Zivile, es gibt ein Vier-Gänge-Menü, dazwischen Musicalhits, Schlager und Chansons mit Sara Dähn und „Voice Over Piano“. Sie singt: „Don‘t cry for me Argentina“ und die „Hymne an das Vaterland“. An diesem Abend fliegt ihr das Publikum nicht einfach zu – sie konkurriert mit Menü und Tischgesprächen. Außerdem hat sie nicht, wie im Musical, eine gesamte Aufführung Zeit, um sich zu präsentieren: „Nur drei Minuten Zeit pro Song zu haben, um alles zu erklären – das ist die Herausforderung: Alles, was in einen Song geht, mit reinzugeben, seine Einzigartigkeit herauszuarbeiten...“
Für Sara Dähn zählt jeder Einsatz, egal wie schwer, sie stellt sich den Herausforderungen: Sara Dähn ist ein Profi!
Zurück zur Liste der Beiträge
DIESE SEITE:
TEILEN:
FOLGEN SIE UNS: