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Überwältigende Mehrheit für Oberst André Wüstner
Wechsel an der Spitze der Bundeswehr: Christian Freuding wird neuer Generalinspekteur der Bundeswehr und damit der ranghöchste Soldat der Truppe. Foto: picture alliance/dpa/Sebastian Gollnow
Die Entscheidung ist gefallen: Generalleutnant Dr. Christian Freunding, der amtierende Inspekteur des Heeres, wird neuer Generalinspekteur! Das gab Verteidigungsminister Boris Pistorius heute (Donnerstag) in Berlin bekannt. Dr. Freuding wird im Februar 2027 auf General Carsten Breuer folgen, der seinerseits im Juli den Vorsitz des NATO-Militärausschusses übernehmen wird.
Pistorius sagte zu seiner Entscheidung, Dr. Freuding sei eine starke, kluge und überzeugende Führungspersönlichkeit. Er bringe alle Voraussetzungen mit, um für die Soldatinnen und Soldaten ein Vorbild zu sein und sie in das neue Zeitalter zu führen. So habe er als Leiter des Ukraine Sonderstabs die rasanten technischen Entwicklungen in Putins Krieg gegen die Ukraine analysiert und Rückschlüsse für die Verteidigungsfähigkeit der Bundeswehr gezogen. Piastorius weiter: „Als Inspekteur des Heeres hat er in kürzester Zeit die richtigen Maßnahmen abgeleitet und umgesetzt. So hat er zum Beispiel dafür gesorgt, dass nun das erste Drohnenregiment im Heer aufgestellt wird. Er hat eindrucksvoll bewiesen, dass er auch in Zeiten großer Veränderungen und Herausforderungen einen kühlen Kopf bewahrt, schnell richtige Entscheidungen trifft und umsetzt.“ Schließlich sei Generalleutnant Dr. Freuding international hoch anerkannt, bestens vernetzt und habe zudem eine gewinnende Persönlichkeit.
Der Bundesvorsitzende des Deutschen BundeswehrVerbandes, Oberst André Wüstner, bewertet die Entscheidung positiv: „Generalleutnant Dr. Freuding ist in Politik und Truppe geschätzt, er steht für enorme Kompetenz, Tatkraft und Kameradschaft. In der jüngeren Vergangenheit hat er sich in einer Vielzahl von fordernden Verwendungen bewährt. Die Entscheidung des Ministers ist folgerichtig. Wir wünschen ihm alles Gute für diese herausfordernde Aufgabe und stets das erforderliche Soldatenglück!“
Wüstner hatte schon im September eine zügige Entscheidung über die Breuer-Nachfolge angemahnt, um Stabilität und Handlungsfähigkeit der Truppe inmitten einer enorm schwierigen Transformationsaufgabe zu gewährleisten. Angesichts des Zeitpunktes sagte Wüstner jetzt: „Unsere Streitkräfte begeben sich ab 2027 auf den Weg in eine neue Zielstruktur. Das stellt mit Blick auf das Veränderungsmanagement parallel zur laufenden Auftragserfüllung eine enorme Herausforderung dar und muss bereits vom neuen Generalinspekteur verantwortet werden. Und nicht zuletzt stehen mit der MSC und der Bundeswehrtagung Termine im ersten Quartal an, die für den neuen GI von enormer Relevanz sind.“
Generalleutnant Dr. Freuding ist gelernter Heeresaufklärer und studierter Politikwissenschaftler. In seiner bisherigen Laufbahn absolvierte es vielfältige Führungsverwendungen in der Truppe, u.a. als Kompaniechef, Bataillonskommandeur und Brigadekommandeur, und diente in Einsätzen in Bosnien und Herzegowina (SFOR) und in Afghanistan (ISAF). Er absolvierte den deutschen sowie den britischen Generalstabsdienstlehrgang und diverse Stabsverwendungen, u.a. im Divisionsstab, als Referent im Verteidigungsministerium und 2017 bis 2019 als Adjutant der Ministerin.
2022 übernahm er nach dem Beginn des russischen Angriffskrieges die Leitung des Sonderstabs Ukraine im BMVg und damit die enge Abstimmung der deutschen militärischen Unterstützung für die Ukraine. Von 2023 bis 2025 war er Leiter des neu geschaffenen Planungs- und Führungsstabes im BMVg und damit in zentraler Verantwortung für die Organisation der vielfältigen Aufgaben des Ministeriums in der Zeitenwende. Im Oktober 2025 wurde er von Boris Pistorius mit der Führung des Heeres beauftragt.
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