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Aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft heimgekehrte Männer applaudieren am 9. Oktober 1955 während ihrer Begrüßung im Lager Friedland. Foto: Picture Alliance/dpa
Herbst 1955. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieg schweigen seit zehn Jahren die Waffen. Doch für tausende deutsche Soldaten ist es noch nicht vorbei. Sie werden weiterhin in sowjetischen Lagern gefangen gehalten. Zum einen werden sie als wertvolle Arbeitskräfte für den Wiederaufbau benötigt. Zum anderen waren Tausende in Scheinprozessen wegen angeblichen oder tatsächlichen Kriegsverbrechen und anderen Delikten zu langen Haftstrafen verurteilt worden. Für die Sowjetunion sind sie zudem ein Faustpfand in den Verhandlungen mit dem Westen geworden.
Auf Verhandlungen setzt auch der erste deutsche Bundeskanzler Konrad Adenauer. Sein Ziel: Die Kriegsgefangenen zurück in die Heimat, zu ihren Familien, in die Freiheit zu holen. Im September 1955 reist der CDU-Politiker mit einer großen Delegation nach Moskau. Und er beweist sein diplomatisches Können. Adenauer erreicht, dass die letzten deutschen Gefangenen aus dem Weltkrieg, die sich noch in sowjetischen Lagern befinden, freigelassen werden.
Anfang Oktober 1955 ist es endlich soweit. Vor nunmehr 65 Jahren erreichen die ersten 600 Freigelassenen das Durchgangslager Friedland in der Nähe von Göttingen. Kurz darauf werden sie dort von Bundespräsident Theodor Heuss besucht. Bis Anfang 1956 ist dann geschafft, was als „Heimkehr der Zehntausend“ in die Geschichtsbücher eingeht. Es ist die Leistung, die für viele bis heute als die wohl herausragendste in der Amtszeit Adenauers ist.
Wenn auch die Erleichterung und Freude bei den endlich Entlassenen und ihren Angehörigen kaum zu beschreiben ist, so bedeutet die „Heimkehr der Zehntausend“ für unzählige andere eine traurige Wahrheit. Denn eigentlich waren in Deutschland weitaus mehr Rückkehrer erwartet worden, der Tod Hunderttausender noch in der Sowjetunion Vermisster wird zur Gewissheit.
Insgesamt gerieten im Zweiten Weltkrieg mehr als elf Millionen Angehörige von Wehrmacht und Waffen-SS in alliierte Kriegsgefangenschaft. Über drei Millionen Soldaten wurden von sowjetischer Seite gefangen genommen. Die Forschung geht davon aus, dass mindestens eine halbe Million, möglicherweise sogar bis zu einer Million von ihnen die Gefangenschaft nicht überlebten. Die meisten starben aufgrund der unmenschlichen Bedingungen in den Lagern.
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