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Diversity ist in der Bundeswehr schon lange kein Fremdwort mehr: Ihr gehören Soldatinnen und Soldaten, zivile Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit unterschiedlichen religiösen Ansichten oder sexuellen Ausrichtungen an sowie Menschen, die ihre Wurzeln in vielen Ländern dieser Welt haben oder ihren Dienst mit den Folgen einer Verwundung oder Erkrankung meistern. Um den Gedanken eines gelebten Diversity-Managements im Dienstalltag weiter voranzutreiben, hat die Karl-Theodor-Molinari-Stiftung des DBwV eine zweitätige Tagung mit Workshops veranstaltet.
Mit dem Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestages, Dr. Hans-Peter Bartels oder auch der Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Christine Lüders, war es den Organisatoren gelungen, hochkarätige Redner für die Veranstaltung zu gewinnen. Einigkeit herrschte unter allen Teilnehmern darüber, dass schon viel passiert sei, die Vielfalt in der Bundeswehr aber weiter gefördert werden müsse, um die Attraktivität als Arbeitgeber auch für Frauen und Minderheiten zu erhöhen: „Wir müssen schauen, wo wir Diskriminierung und Hürden verhindern können“, sagte der stellvertretende Bundesvorsitzende des DBwV, Hauptmann Andreas Steinmetz, in seinen einleitenden Worten.
Der Druck ist groß: Schon jetzt herrscht in manchen Bereichen akuter Nachwuchsmangel. Angesichts der demografischen Entwicklung ist zu erwarten, dass sich die Situation noch verschärft.
Wichtig ist aus Sicht vieler Teilnehmer ein gutes Diversity-Management, das Antworten gibt zum Beispiel auf die Frage, wie Konfliktpotentiale im Einsatz beherrschbar gemacht werden können. Im Hinblick auf die Frage der Vereinbarkeit von Familie und Dienst hielt Bartels ein funktionierendes Vakanzenmanagement für unerlässlich. Oberstarzt Lale Bartoschek, Leiterin des Stabselements Chancengleichheit, Vielfalt und Inklusion im BMVg, wies darauf hin, dass bei den Führungskräften angesetzt werden müsse – anders könne sich Diversity nicht durchsetzen. „Die Bundeswehr ist nicht wirklich der Spiegel der Gesellschaft“, sagte Hauptmann Steinmetz, „aber sie hat das Potential.“
In den Workshops hatten die Teilnehmer am Vortag eine ganze Reihe von Themenfeldern beackert. So führte Hauptmann Petra Böhm, die auch für die gesamte Veranstaltung verantwortlich zeichnete, gemeinsam mit dem DBwV-Mitarbeiter Philipp Kraft durch den Workshop „Frauen in der Bundeswehr/Spannungsfeld zwischen Vereinbarkeit von Familie und Dienst, Chancengerechtigkeit und Integration?“.
Mit dem Thema „Ethnische Minderheiten und Religionen“ beschäftigte sich die Arbeitsgruppe von Dominik Wullers, stellvertretender Vorsitzender des Vereins „Deutscher Soldat e.V.“, und Oberstleutnant a.D. Thomas Sohst, Landesvorsitzender West im DBwV. Die Zukunft – die Nutzung von Vielfalt als Chance – war Thema des Workshops unter der Leitung von Hauptmann Steinmetz und Fritz von Korff, Mitarbeiter der Berliner Bundesgeschäftsstelle. Hauptmann a.D. Joachim Wohlfeld, Vorsitzender Ehemalige, Reservisten und Hinterbliebene im Landesverband Ost des DBwV, bearbeitete mit den Teilnehmern das Themenfeld „Alter, Behinderung oder Beeinträchtigung“.
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