Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Tagung in der Bundesgeschäftsstelle des DBwV. Foto: DBwV

16.06.2026
MM

Auftakt mit klarem Fokus auf die „Neue Reserve“

Vom 10. bis 11. Juni 2026 begrüßten der 1. Vorsitzende ERH, Hauptmann a.D. Ingo Zergiebel, und der 2. Vorsitzende ERH, Oberstabsfeldwebel a.D. Uwe Schenkel, Mitglieder des Bundesvorstands und der Länder zur Arbeitsgruppe 4 mit dem Schwerpunkt der Reserve in der Bundesgeschäftsstelle in Berlin. Ziel der Tagung war es, allen Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen einheitlichen Informationsstand über die aktuellen Entwicklungen zu verschaffen und die anstehende Umsetzung der Beschlüsse der 22. Hauptversammlung im Sachgebiet VIII zu koordinieren.

Bereits in seinem Grußwort an die AG verdeutlichte der stellvertretende Bundesvorsitzende, Stabsfeldwebel a.D. Thomas Schwappacher, dass der beschriebene Aufwuchspfad im Wehrdienst-Modernisierungsgesetz (WDModG) und die im April 2026 veröffentlichte Strategische Leitlinie, Strategie der Reserve, maßgeblich die künftigen Debatten, in die sichder DBwV konstruktiv einbringt, prägen.

Neues aus der Gesetzgebung für die Reserve

Tino Taute aus der Abteilung Recht des DBwV wies auf die konstruktive Zusammenarbeit mit den fachlichen Stellen inner- und außerhalb der Bundeswehr hin und gab einen Überblick über die Neuerungen und Kritikpunkte der vergangenen und aktuellen Gesetzgebungsverfahren für die Reserve. Einen weiteren Bärendienst wie zuletzt die Beschränkungen innerhalb der Fahrtkostenregelung (§ 17a USG) sollten die Verantwortlichen einer attraktiven Reserve nicht erweisen. Den Schwerpunkt der Ausführungen bildeten sodann die Neuerungen im geplanten Reservestärkungsgesetz, zu dem der DBwV konstruktiv und kritisch Stellung nahm. 

Der Bundesvorsitzende, Oberst André Wüstner, bekräftigte in der anschließenden Diskussion den Gesamtvorteil für die Aktiven und Reservisten, wenn der DBwV wie bisher einen engen fachlichen Austausch auf allen Ebenen pflegt. Damit werde dazu beigetragen, dass künftige Reglungen verständlich, anwenderfreundlich, praxistauglich und letztlich wirkungsvoll Akzeptanz finden.  

Am Abend des ersten Tages stellte Oberstleutnant Michael Krause, Leiter des Veteranenbüros, die Aufgaben und aktuellen Schwerpunkte seiner seit Januar 2024 und mittlerweile weit bekannten Einrichtung vor. Krause gab Einblick über die Unterstützung des Fachreferates im BMVg, die federführend mit der Organisation des Veteranentages, insbesondere der Zentralveranstaltung im Berliner Regierungsviertel, betraut sind.   

Kameradschaften im Heimatschutz
 
Am zweiten Tag berichteten die Vertreter der Landesverbände über ihre reservespezifischen Tätigkeiten und Vorhaben und tauschten sich über neue Wege zur Kommunikation mit den Reservisten aus. Den Schwerpunkt bildete der Vortrag des Justitiars, Major d.R. Christian Sieh, über die mögliche Organisation von Kameradschaften im Heimatschutz. Am Beispiel eines Pilotprojekts am Standort Roth zeichnete Christian Sieh Überlegungen und neue Wege zur Gewinnung jüngerer Reservisten und zur stärkeren Einbindung der Heimatschutzkräfte nach.

Die Teilnehmer sind sich einig, dass die Reserve vor bedeutenden und überfälligen Veränderungen steht. Die AG begleitet diesen Prozess aktiv, auch um die Interessen seiner Mitglieder weiterhin einbringen zu können.

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