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Mannschaften, eine Dienstgradgruppe vor großen Aufgaben
Hohe Spritpreise Entlastungsprämie „Schritt in die richtige Richtung“ - Anhebung beim „Kilometergeld“ notwendig
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Die alte Raubkatze und der Mut der Ukrainer
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SaZ-Onlinetreff: Rentenansprüche sichern – Nachversicherung, Aufstockung und Übergangsleistungen richtig nutzen
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Anpassung des Auslandsverwendungszuschlags in Jordanien und Erbil
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Gedenken: Vor 16 Jahren fielen vier Soldaten in Afghanistan
Ein Ausweis, der mehr als Anerkennung sein kann
16 Jahre nach dem Karfreitagsgefecht: Mehr als 26.000 machen beim 16K3-Gedenkmarsch mit
Gedenken: Vor 16 Jahren fielen drei Soldaten beim Karfreitagsgefecht
Resolution der 22. Hauptversammlung: DBwV fordert ein Artikelgesetz Aufwuchs und die Einführung einer Wehrpflicht
Europa und Ehrungen stehen im Mittelpunkt
Die 22. Hauptversammlung: Das sagen die Delegierten
Überwältigende Mehrheit für Oberst André Wüstner
Helmut Harff, damals noch im Rang eines Oberst, mit deutschen Soldaten am Flughafen von Mogadischu. Foto: dpa
Berlin. Mit einem markigen Auftritt an der Grenze zum Kosovo vor fast 20 Jahren erlangte Brigadegeneral Helmut Harff schlagartig weltweite Berühmtheit. Vor wenigen Tagen ist der „Habicht“, wie der deutsche Offizier respektvoll genannt wurde, gestorben.Die Bilder gingen um die Welt: Als im Juni 1999 Nato-Truppen ins Kosovo einmarschierten, waren überall auch TV-Teams vorne dabei. Unvergessen sind die Bilder von Hunderten Kosovo-Albanern, die den vorrückenden deutschen Soldaten am Straßenrand zujubeln. Mit schwerem Gerät hatte die Bundeswehr zuvor an zwei Stellen die Grenze zu der serbischen Provinz überquert. Am mazedonisch-kosovarischen Grenzübergang Djeneral Jankovic verlief der Vormarsch relativ reibungslos. In den frühen Morgenstunden des 12. Juni hatten zuvor britische Truppen die Grenze bereits überquert und gesichert. In Morina an der Grenze zu Albanien kam es jedoch zu einer Verzögerung: Entgegen des mit der Führung in Belgrad vereinbarten Abkommens befand sich noch eine kleine Einheit serbischer Soldaten am Grenzposten.Vor laufenden TV-Kameras gewährte Brigadegeneral Harff dem kommandierenden serbischen Offizier eine Frist von 30 Minuten, um die Stellungen zu räumen. Der serbische Oberst versuchte, weiter zu verhandeln und auf Zeit zu spielen. Harff blickte nur auf seine Uhr und sagte: „Ende der Diskussion. Sie haben jetzt noch 28 Minuten.“ Die serbischen Soldaten zogen ab, der Bundeswehr-Konvoi passierte die Grenze.
Harff war für seine klaren Ansagen bekannt. Im Sommer 1999 erschien im „Spiegel“ ein Portrait über den Fallschirmjäger. In dem Artikel heißt es, Harff gelte als ein Offizier, der Undiszipliniertheit und Schwäche bei seinen Soldaten unbarmherzig verfolge. „Wenn du rumeierst, hängst du festgenagelt an der Wand“, wird ein Vertrauter Harffs zitiert.In den frühen Jahren der ersten Auslandseinsätze der Bundeswehr war Harff einer der erfahrensten Offiziere der deutschen Streitkräfte. Im Rang eines Obersts hatte der gebürtige Mönchengladbacher 1993 und 1994 den Bundeswehr-Einsatz in Somalia befehligt. 1997 war er Stabschef der multinationalen Division im bosnischen Mostar.Harff war mit 19 Jahren als Offizieranwärter beim Fallschirmjägerbataillon 262 in die Bundeswehr eingetreten. Später studierte er Betriebswirtschaft und besuchte das NATO Defence College in Rom. 1990 übernahm er das Kommando über die Luftlandebrigade 26 Saarland. Als Brigadegeneral ging er 1999 in den Ruhestand. Helmut Harff starb am 8. September im Alter von 79 Jahren.
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