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Bundestag berät über die Bundeswehrbeteiligung an KFOR und EUFOR ALTHEA
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Resolution der 22. Hauptversammlung: DBwV fordert ein Artikelgesetz Aufwuchs und die Einführung einer Wehrpflicht
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Die 22. Hauptversammlung: Das sagen die Delegierten
Überwältigende Mehrheit für Oberst André Wüstner
Strom weg, Internet tot - und dann? Nur jedes zehnte Unternehmen übt überhaupt den Ernstfall. Wie Firmen bei Krisen ins Straucheln geraten könnten.
Berlin. Trotz einer verschärften Sicherheitslage ist die deutsche Wirtschaft nur unzureichend gegen hybride Bedrohungen wie Cyberangriffe oder Anschläge auf die Infrastruktur gewappnet. Bei der Mehrheit der Unternehmen fehlt es zudem an grundlegenden Strukturen für den Ernstfall. Lediglich 28 Prozent der Betriebe verfügen über ein etabliertes Krisen- oder Notfallmanagement, ergab eine repräsentative Befragung von 604 Unternehmen ab 10 Beschäftigten in Deutschland im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Noch dramatischer sieht es bei der praktischen Erprobung aus: Nur jedes zehnte Unternehmen führt regelmäßige Krisenübungen durch, um Abläufe für Sabotageakte oder Cyberattacken zu trainieren.
Unter hybriden Bedrohungen versteht der Bitkom zum einen physische Angriffe auf Infrastruktur wie zuletzt den Brandanschlag auf das Berliner Stromnetz. Dazu gehören aber auch digitale Bedrohungen wie Desinformationen und Cyberangriffe, die sich ebenfalls gegen die kritische Infrastruktur richten.
Auf Stromausfall schlecht vorbereitet
Auch die physische Absicherung der Geschäftsfähigkeit weist gravierende Lücken auf. Während immerhin knapp 60 Prozent der Firmen über alternative Kommunikationsmittel und funktionierende Backups verfügen, ist die Energieversorgung ein wunder Punkt: Nur 20 Prozent der Unternehmen haben eine eigene Notstromversorgung installiert.
Neben den technischen Defiziten tappen viele Firmen auch bei der Personalplanung im Dunkeln. Sollte es zu einem Bündnisfall oder einer größeren Krise kommen, müssten viele Beschäftigte ihren Dienst bei der Bundeswehr oder im Zivilschutz antreten. Den Unternehmen fehlt hierzu jedoch weitgehend der Überblick: Nur 20 Prozent wissen, wie viele ihrer Angestellten im Ernstfall von der Bundeswehr eingezogen würden; beim Zivilschutz sind es lediglich 30 Prozent, die Bescheid wissen. Im Durchschnitt rechnen die Unternehmen damit, dass etwa 9 Prozent ihrer Belegschaft in einem solchen Szenario ausfallen würden - eine logistische Herausforderung, auf die sich kaum ein Betrieb konkret vorbereitet hat.
Investitionsbereitschaft steigt angesichts der Bedrohungslage
Das Bewusstsein für die Defizite scheint jedoch zu wachsen. Rund 37 Prozent der Unternehmen planen, ihre Investitionen in Schutzmaßnahmen gegen hybride Angriffe im Jahr 2026 zu erhöhen, davon 9 Prozent sogar «deutlich». Dies erscheint angesichts der Selbsteinschätzung der Wirtschaft dringend nötig: Aktuell bezeichnen sich 40 Prozent der Firmen als «gar nicht» und weitere 38 Prozent als «eher schlecht» auf hybride Angriffe vorbereitet.
Die Ergebnisse der Umfrage unterstreichen, wie sehr die deutsche Wirtschaft von digitaler Infrastruktur abhängig ist: Im Schnitt könnten die Unternehmen ihren Geschäftsbetrieb bei einem Internetausfall nur 20 Stunden aufrechterhalten. Gleichzeitig rechnen 83 Prozent der befragten Firmen damit, dass hybride Angriffe zu einer ernsthaften Krise in Deutschland führen werden, und eine Mehrheit von 53 Prozent hält sogar einen militärischen Konflikt zwischen der Nato und Russland in den kommenden fünf Jahren für möglich.
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