Ein Soldat vom Aufklärungsteam der elektronischen Kampfführung während der Übung Mountain Hornet – die TSK CIR ist ein unverzichtbarer Pfeiler moderner Landesverteidigung. Foto: Bundeswehr/Sherifa Kästner

Ein Soldat vom Aufklärungsteam der elektronischen Kampfführung während der Übung Mountain Hornet – die TSK CIR ist ein unverzichtbarer Pfeiler moderner Landesverteidigung. Foto: Bundeswehr/Sherifa Kästner

10.05.2026
Oberstabsbootsmann Holger Weihe & Stabsfeldwebel Robin Ber

Die TSK CIR ist ein unverzichtbarer Pfeiler moderner Landesverteidigung

Die Schlachtfelder des 21. Jahrhunderts haben ein neues Gesicht. Neben Panzern, Schiffen und Kampfflugzeugen prägen Cyberangriffe, unbemannte Systeme und vernetzte Robotik die sicherheitspolitische Realität unserer Zeit.

Deutschland steht unter Beschuss – nicht im konventionellen Sinn von Panzern, Schiffen oder Flugzeugen, sondern durch Cyberangriffe, Desinformationskampagnen und Angriffen im elektromagnetischen Spektrum. Das ist die neue Realität: Auch wenn wir uns (noch) nicht in einem bewaffneten Konflikt befinden, sind die Versuche ausländischer Mächte unser Land zu schädigen, den Zusammenhalt zu schwächen und kritische Infrastruktur zu kompromittieren, tägliche Realität. Genau in diesem hochdynamischen Umfeld ist die Teilstreitkraft Cyber- und Informationsraum (TSK CIR) der Bundeswehr zu einem unverzichtbaren Eckpfeiler der deutschen Sicherheitsarchitektur geworden.

Die Aufstellung des Organisationsbereichs CIR im Jahr 2017 und seine Restrukturierung zur Teilstreitkraft 2024 sind institutioneller Ausdruck dieser Entwicklung und gleichzeitig Reaktion auf die gesteigerte Bedrohungslage und die Abhängigkeiten in diesem Bereich. Die Bundeswehr ist mit der TSK CIR ein zentraler Akteur im Rahmen der gesamtstaatlichen, insbesondere digitalen Sicherheitsvorsorge Deutschlands. Sie bündelt sowohl den Schutz, Betrieb und die Weiterentwicklung der IT-Infrastruktur der Bundeswehr als auch die Führung spezialisierter Einheiten und Verbände, beispielsweise für die Cyberabwehr, elektronische Kampfführung, operative Kommunikation und geoinformationelle Dienste.

Um die TSK CIR stringent auf Landes- und Bündnisverteidigung auszurichten, hat das Kommando seine Rolle als Cyber- and Information Domain Component Command (CIDCC) ausgeplant und lebt diese bei Planung und Durchführung von Übungen, Missionen und Einsätzen. Ein Fokus auf Cyber, IT und elektronischen Kampf allein greift angesichts der aktuellen Bedrohungen und Herausforderungen jedoch zu kurz; die Teilstreitkraft CIR bringt zusätzlich die Fähigkeiten des Zentrums für Operative Kommunikation ein, insbesondere wenn es um die Aufklärung, Auswertung und Bewertung hybrider Einflussnahmen und konzertierte Abwehrfähigkeiten hiergegen geht.

So wichtig die militärische Führung für die strategische Ausrichtung ist, so unverzichtbar ist eine starke Interessenvertretung für die rund 15 000 Angehörigen der TSK CIR. Diese Aufgabe übernimmt im Deutschen BundeswehrVerband der Vorstand CIR. Oberstabsbootsmann Holger Weihe, Vorsitzender der Säule CIR im Bundesvorstand des DBwV, und sein Stellvertreter Stabsfeldwebel Robin Ber bilden ein eingespieltes Team, das den besonderen Anforderungen einer hochspezialisierten Teilstreitkraft gerecht wird und das sich für die Interessen und Perspektiven der Soldatinnen und Soldaten dieses hochspezialisierten Bereichs wirkungsvoll einsetzt. Ihre Arbeit ist ebenso geprägt von einem klaren Verständnis für die technologischen Herausforderungen, wie für die berechtigten Bedürfnisse des Personals.

Die konstruktive und vertrauensbasierte Zusammenarbeit zwischen dem Vorstand der Säule CIR im DBwV und der militärischen Führung ist kein Selbstläufer, sondern das Ergebnis gezielter und beharrlicher Gesprächsbereitschaft auf beiden Seiten. Der Vorstand der Säule CIR pflegt den offenen Dialog mit dem Inspekteur der TSK CIR, Vizeadmiral Dr. Thomas Daum, und seinem Stab. Diese gelebte Partnerschaft zwischen Interessenvertretung und Truppenführung zahlt sich aus. Der kontinuierliche Austausch mit dem Inspekteur ermöglicht es, strategische Zielsetzungen, operative Anforderungen und personalpolitische Aspekte eng miteinander zu verzahnen. Diese Kooperation stärkt nicht nur die Handlungsfähigkeit der Teilstreitkraft, sondern sorgt auch dafür, dass die Perspektiven der Truppe auf allen Ebenen Gehör finden.

CIR ist längst nicht mehr nur Enabler, sondern integraler Bestandteil streitkräftegemeinsamer Wirkung. In einer Ära, in der Drohnenschwärme Schlachtfelder neu definieren, Cyberangriffe kritische Infrastruktur bedrohen und Robotik die Logistik revolutioniert, braucht Deutschland eine Teilstreitkraft, die nicht nur mithalten kann, sondern Vorreiter ist. Die Verteidigungsfähigkeit und damit die Zukunft der Bundeswehr insgesamt entscheidet sich auch im Cyberraum. Ob als „Informationgsgewinner“ oder als Treiber der Digitalisierung – mit der TSK CIR verfügt die Bundeswehr über ein leistungsfähiges Instrument, um den Herausforderungen dieser neuen Dimension zu begegnen. In enger Zusammenarbeit zwischen Verband, Truppe und Führung entsteht so ein starkes Fundament – getragen von engagierten Menschen, die bereit sind, im Wettbewerb um Talente zu bestehen und die digitale Verteidigungsfähigkeit Deutschlands nachhaltig zu sichern. Mit digitalem Mindset, aber dem Menschen im Mittelpunkt.

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