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Seit Montagnachmittag wüten zwei große Waldbrände im Südwesten Mecklenburg-Vorpommerns. Ein Dorf mit rund 160 Einwohnern musste am Abend evakuiert werden. Am Dienstag will sich Ministerpräsidentin Manuela Schwesig vor Ort ein Bild von der Lage machen.
Lübtheen/Hagenow. Hunderte Feuerwehrleute kämpfen seit Montagnachmittag gegen zwei große Waldbrände im Südwesten Mecklenburg-Vorpommerns. Auch in der Nacht wässerten sie den Boden rund um die Feuer, um ein weiteres Ausbreiten der Flammen zu verhindern.
Am späten Abend standen nach Angaben der Behörden rund 100 Hektar Wald auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Lübtheen in Flammen. Das Feuer rückte dem Ort Volzrade bedrohlich nahe, so dass die Behörden die Häuser dort am Abend evakuierten. Rund 160 Menschen mussten die Nacht bei Freunden, Verwandten oder in der Turnhalle von Lübtheen verbringen.
In der Viezer Heide bei Hagenow - ebenfalls ein ehemaliges Militärgelände mit munitionsbelastetem Boden - brannten den Angaben des Landkreises Ludwigslust-Parchim zufolge rund 35 Hektar. Es kam zu Detonationen. Dort soll am Dienstag ein Bergepanzer der Bundeswehr Brandschutz-Schneisen verbreitern.
Am Dienstagmorgen will sich Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) in Lübtheen ein Bild von der Lage machen. Am Montag waren bereits Umweltminister Till Backhaus (SPD) Innenminister Christian Pegel (SPD) eingetroffen.
Landrat Stefan Sternberg (SPD) rief den Katastrophenfall für Lübtheen aus. Er sagte, man hoffe, dass die Panzerringstraße auf dem Truppenübungsplatz als Barriere für das Feuer halte. Die 30 Kilometer lange, vegetationslose Ringstraße, die den einstigen Truppenübungsplatz in Teilen umschließt, war nach einem ersten Großbrand dort 2019 verbreitert worden.
Verglichen mit Lübtheen ist die Lage bei Hagenow laut den Behörden relativ stabil. Unter Kontrolle sei der Brand dort aber auch nicht, sagte ein Kreissprecher. In der Nähe dieses Feuers wurde wegen starken Rauches ein allein stehendes Haus mit zwei Bewohnern evakuiert.
Auf dem Truppenübungsplatz bei Lübtheen hatte es 2019 den bis dahin größten Waldbrand in Mecklenburg-Vorpommern auf fast 1000 Hektar Fläche gegeben. Mehr als 3000 Feuerwehrleute kämpften damals fast eine Woche lang gegen die Flammen. Von diesem Brand liege noch viel totes Holz im Wald, das massiv brenne, hieß es am Montag. Die Hitze des Feuers sei größer als 2019 und dringe tiefer in den Boden ein. Es detoniere alte Munition, wo man eigentlich nichts mehr vermutet habe.
Auch in anderen Regionen Deutschlands kam es in den vergangenen Tagen zu Waldbränden. In Hessen brach - ebenfalls am Montagnachmittag - am nordwestlich von Frankfurt gelegenen Berg Altkönig ein Waldbrand aus. Nach Angaben des Hochtaunuskreises gestalteten sich die Löscharbeiten wegen der Beschaffenheit des Geländes schwierig. Weitgehend eingedämmt war mit Stand Montag hingegen der Waldbrand bei Jüterbog südlich von Berlin. Das Feuer dort war Ende Mai auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz ausgebrochen.
Der Waldbrandgefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zeigt seit Tagen alarmierende rote bis dunkelrote Flecken auf der Deutschlandkarte. Besonders groß ist die Gefahr im Nordosten, wo an vielen Orten die höchste Warnstufe fünf gilt.
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