Zwischen dem Alltag im Lehrgang Materialbewirtschaftungsfeldwebel konnte durch die finanzielle Unterstüt-zung des Landesverbandes Ost ein Ausflug nach Helgoland durchgeführt werden. Foto: Christoph Rosien

Zwischen dem Alltag im Lehrgang Materialbewirtschaftungsfeldwebel konnte durch die finanzielle Unterstüt-zung des Landesverbandes Ost ein Ausflug nach Helgoland durchgeführt werden. Foto: Christoph Rosien

19.06.2026
Christoph Rosien

Garlstedt: Geschichte, Gemeinschaft und maritime Eindrücke

Auf Initiative der Truppenkameradschaft des Sanitätszentrum (TruKa SanZ) Gotha unterstützte der Landesverband Ost eine teambildende Maßnahme des Lehrgangs für Materialbewirtschaftungsfeldwebel an der Logistikschule der Bundeswehr.

Mit einem modernen Hochgeschwindigkeitskatamaran begann bereits am frühen Morgen die Reise in Richtung Helgoland. Während der Überfahrt konnten die Soldaten die frische Seeluft genießen und den Blick über die Deutsche Bucht schweifen lassen, was die Vorfreude auf den bevorstehenden Tag nach intensiven Wochen des Lernens und zahlreicher Stunden im Hörsaal deutlich spürbar werden ließ. Direkt nach dem Einlaufen in den Hafen von Deutschlands einziger Hochseeinsel stand zunächst ein Inselrundgang auf dem Programm. Die beeindruckenden roten Felsen, die einzigartige Natur und die maritime Atmosphäre machten schnell deutlich, warum Helgoland zu den beliebtesten Ausflugszielen an der deutschen Nordseeküste zählt.

Ein besonderer Höhepunkt des Tages war die Besichtigung des Zivilschutzbunkers Helgoland. Im Rahmen einer fachkundigen Führung erhielten die Soldaten einen Einblick in die bewegte Geschichte der Insel. Während des Zweiten Weltkriegs wurde Helgoland zu einer bedeutenden Marinefestung ausgebaut. Ein weit verzweigtes Netz aus Bunkern und Stollen diente sowohl militärischen Zwecken als auch dem Schutz der Zivilbevölkerung vor Luftangriffen. Besonders die schweren Bombardierungen der Alliierten im April 1945 prägten die Geschichte der Insel nachhaltig. Nach dem Ende des Krieges wurden die Bewohner evakuiert. Am 18. April 1947 erfolgte die sogenannte „Operation Big Bang“, bei den britischen Streitkräften große Teile der militärischen Anlagen sprengten. Die Detonation gilt bis heute als eine der größten nichtnuklearen Explosionen der Geschichte. Teile der unterirdischen Bunkeranlagen blieben jedoch erhalten und können heute in Verbindung mit einem ehrenamtlichen Bunkerführer des Fördervereins „Museum Helgoland“ besichtigt werden. Während der Führung durch die Stollenanlagen wurden historische Ereignisse anschaulich dargestellt und die Bedeutung Helgolands im Verlauf des 20. Jahrhunderts eindrucksvoll vermittelt. Die authentische Atmosphäre der Anlage hinterließ bei vielen Teilnehmern einen bleibenden Eindruck und regte zum Nachdenken über die Auswirkungen von Krieg und Zerstörung an.

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