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Tel Aviv/Beirut. Die israelische Armee hat unterirdische Stellungen der vom Iran unterstützen Hisbollah-Miliz im Südlibanon zerstört. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Israel Katz bestätigten die Aktion und teilten auf der Plattform X mit, damit sei die Festigung der Sicherheitszone im Südlibanon abgeschlossen. Von libanesischer Seite gab es für die Zerstörung offiziell zunächst keine Bestätigung.
Vor einer Woche hatte die Armee die Kontrolle über den Höhenzug übernommen, sowohl oberirdisch als auch unterirdisch. Nach israelischen Medienberichten hatten sich dort wochenlang Hisbollah-Kämpfer verschanzt. In dem Gebiet war es immer wieder zu Kämpfen gekommen.
Die israelische Armee teilte auf der Plattform Telegram mit, im Gebiet des strategisch wichtigen Höhenzugs namens Ali al-Taher habe das Militär nach umfangreichen Vorbereitungen die unterirdische Infrastruktur komplett zerstört. Damit sei die Fähigkeit der Hisbollah, diese Infrastruktur zur Planung und Durchführung von Terroranschlägen gegen israelische Zivilisten und Soldaten zu nutzen, endgültig ausgeschaltet worden.
Der Bürgermeister der libanesischen Stadt Nabatieh, Abbas al-Din, berichtete von einer äußerst heftigen Explosion bei dem Höhenzug. Die Erschütterungen seien im gesamten Südlibanon zu spüren gewesen, sogar in der rund 70 Kilometer entfernten Hauptstadt Beirut. Sie hätten sich für die Bewohner wie ein leichtes Erdbeben angefühlt.
Soldaten sollen bleiben
Netanjahu und Katz teilten mit, es handele sich um «strategische Terrorinfrastruktur», die über mehr als zwei Jahrzehnte mit iranischer Finanzierung errichtet worden sei. Soldaten würden dort bleiben, um zu verhindern, dass feindliche Streitkräfte dorthin zurückkehren.
Laut Armee erstreckte sich die nun zerstörte Infrastruktur über mehr als zwei Kilometer. Im Inneren der unterirdischen Anlagen seien Dutzende Raketen, Flugkörper und Drohnen iranischer Herstellung sowie Maschinengewehre, Panzerabwehrraketen und Hunderte Minen und Sprengkörper gefunden worden.
Zentrale Kommandozentrale und Waffenlager
Nach Angaben der Armee befand sich innerhalb der unterirdischen Infrastruktur eine Kommandozentrale. Der Komplex habe Waffenlager und Wohnräume umfasst, die es Terroristen ermöglicht hätten, sich über längere Zeit unterirdisch aufzuhalten. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Die Hügelkette Ali al-Taher bei Nabatija gilt wegen ihrer Lage als strategisch wichtig, sie bietet einen Blick auf weite Teile der Region. Der Höhenzug ist ein umkämpftes Gebiet im Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah und stand in den vergangenen Monaten im Fokus der israelischen Angriffe im Südlibanon. Das Gebiet ist seit Jahren ein wichtiger Einsatz- und Einflussraum der Hisbollah und damit ein wiederkehrender Brennpunkt im Konflikt mit Israel.
Die israelische Armee teilte weiter mit, die Soldaten würden weiter in der Sicherheitszone im Südlibanon operieren, um terroristische Infrastruktur in dem Gebiet zu zerstören. Trotz einer eigentlich geltenden Waffenruhe werfen sich Israel und die Hisbollah immer wieder Verstöße gegen die Vereinbarung vor. Israels Armee ist weiterhin im Südlibanon stationiert und führt nahezu täglich Angriffe aus.
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