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Deutschland steht im Zentrum: Bei der Nato-Übung Steadfast Dart zeigt das Bündnis, wie Truppen schnell durch Europa verlegt werden können - auch ohne direkte Beteiligung der USA.
Brunssum/München. Nato-General Ingo Gerhartz hat die voll angelaufene Militärübung Steadfast Dart als «starkes Zeichen der Bündnissolidarität» bezeichnet. «Die Übung unterstreicht die Bedeutung von Logistik und Infrastruktur, um Kräfte zügig durch Europa zu verlegen. Dabei spielt Deutschland eine Schlüsselrolle als zentrales logistisches Drehkreuz und wichtigstes Transitland», sagte Gerhartz, der im niederländischen Brunssum das Kommando über das operative Hauptquartier («Allied Joint Force Command») hat, der Deutschen Presse-Agentur.
Steadfast Dart 26 ist die größte Nato-Übung in diesem Jahr. Die Verbündeten demonstrieren, wie Truppen aus Südeuropa schnell näher an die Ostflanke des Bündnisses verlegt werden.
«Speerspitze der Nato» übt den Aufmarsch
Bestritten wird das Großmanöver von der sogenannten Allied Reaction Force (ARF) der Nato, einer schnellen rund 40.000 Soldaten starken Eingreiftruppe, die ständig in Bereitschaft ist - die «Speerspitze der Nato».
An diesem Manöver sind die US-Streitkräfte nicht unmittelbar beteiligt, was aber nicht als politisches Signal verstanden wird. Die Nato zeigt jedoch, dass sie eine Verstärkung auch ohne die USA hinbekommt.
Die Stärkung der europäischen Säule der Nato ist politisch Thema. Von Freitag an diskutieren Politiker, Wissenschaftler und Militär auf der Münchner Sicherheitskonferenz auch darüber.
Das Nato-Kommando in Brunssum ist für die Verteidigung Mitteleuropas zuständig - vom Atlantik bis zur östlichen Grenze des Bündnisses. Das operative Hauptquartier führt auch die Übung mit rund 10.000 Soldaten, mehr als 1.500 Fahrzeugen und 17 Schiffen aus 13 Nationen. Die größten Beiträge kommen aus südeuropäischen Ländern wie Italien, Spanien und Griechenland sowie der Türkei. Im Marinestützpunkt Kiel traf am Mittwoch der Flottenverband mit Schiffen aus fünf Nationen ein.
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