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Bremen. Die Marine soll nach Angaben von Verteidigungsminister Boris Pistorius zeitgerecht mit den modernsten Schiffen und Booten ausgestattet werden. Das sei der Anspruch, sagte der SPD-Politiker nach einem Besuch bei der zur Unternehmensgruppe Lürssen gehörenden Werft NVL in Bremen. «Die Sicherheitslage in Nord- und Ostsee ist erkennbar anders als noch vor zwei oder drei Jahren», so der Minister nach einem Gespräch mit Unternehmensvertretern und Bremens Regierungschef Andreas Bovenschulte (SPD).
Provokationen auf Nord- und Ostsee
«Wir haben es nicht mit militärischen Auseinandersetzungen zu tun oder Konflikten», erklärte er. Es gebe aber immer wieder Provokationen. Als Beispiele nannte er Schiffe, die nicht antworten, und Schiffe, die sich dort aufhalten, wo sie sich nicht aufhalten dürfen.
Pistorius verwies auch auf die Zerstörungen von Unterwasserleitungen und Versorgungsleitungen. «Wir müssen wachsam sein, wir müssen abschreckungsfähig sein», sagte er. Deutschland müsse im Schulterschluss mit seinen Partnern handlungsfähig sein. Kritische Infrastruktur müsse geschützt werden. «Die Anforderungen waren noch nie so groß wie heute.»
Der Verteidigungsminister verwies darauf, dass die Freiheit der Meere gewährleistet bleiben müsse. «Und all diese Aufgaben erfordern eine durchweg einsatzfähige und gut ausgestattete deutsche Marine.» Bremen sei für den Schiffbau und auch für die deutsche Bundeswehr ein wichtiger Standort. Der Werftenverbund mit vielen Standorten in Norddeutschland sei von großer Bedeutung.
Zur Unternehmensgruppe Lürssen gehören die NVL und Lürssen. Die NVL ist auf die Konstruktion und Fertigung von Marine- und Behördenschiffen für die Deutsche Marine und Kunden weltweit spezialisiert, Lürssen baut Yachten. In Deutschland gehören zur NVL neben dem Bremer Hauptsitz die Peene-Werft in Wolgast, Blohm+Voss und die Norderwerft in Hamburg sowie die Neue Jadewerft in Wilhelmshaven, wie ein Sprecher mitteilte.
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