Kurze Unterbrechung für ein Foto mit Teilnehmern und Gästen. Foto: DBwV

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23.06.2026
jf

Travemünde: Bundesvorsitzender zu Gast

Travemünde. Der zweite Tag der gemeinsamen Landestagung auf Bezirksebene in Travemünde begann mit einem Vortrag des Bundesvorsitzenden. Oberst André Wüstner erinnerte zu Beginn an die Intentionen der Gründerväter des Verbandes: Solidarität, Fürsorge und Füreinander da sein. Anliegen, die unverändert bis heute Gültigkeit haben und den DBwV prägen. Das aktuell vorgelegte Reformpaket der Rentenkommission ist für Wüstner „nur einer der großen Bausteine“ der Bundesregierung, neben Gesundheit und Pflege sowie der Steuergesetzgebung. Eine enorme Herausforderung der Politik sieht er darin, dass Soziales, Verteidigung und Zinsen die größten Ausgabenposten des Bundeshaushalts darstellen.

Zum Aufwuchs der Bundeswehr stellte der Bundesvorsitzende fest: „Wir brauchen jeden Mann.“ Durch Freiwilligkeit sieht er den Bedarf der Streitkräfte künftig nicht gedeckt, ohne Wehrpflicht geht es nach seiner und Ansicht des DBwV nicht. Ein Thema, das in Teilen der Politik lieber gemieden wird, obwohl die Personalstärke ein Kernelement der Verteidigungs- bzw. Kriegstüchtigkeit darstellt. „Das Projekt stärkste konventionelle Armee Europas wird scheitern“, machte Wüstner deutlich, „wenn man den personellen Aufwuchs nicht in den Griff bekommt.“ 

Nach Wüstner befasste sich Sebastian Lohmüller mit aktuellen Entwicklungen in der Gesetzgebung. Der Abteilungsleiter Recht in der Berliner Bundesgeschäftsstelle des DBwV ging unter anderem auf die Erarbeitung einer neuen Beförderungs-Systematik für Hauptfeldwebel und Hauptbootsmänner ein. Als Gefahren sieht er dabei Schaden am inneren Gefüge der Bundeswehr, die Störung der Hierarchie und das Verpassen des Laufbahnzieles durch eine große Anzahl der Feldwebel. Darüber hinaus können laut Lohmüller rechtliche Probleme auf dem Sektor Personalplanung auftreten sowie häufigere Versetzungen durch die Entbündelung von Dienstgraden die Folge sein. 

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