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Übertragung Tarifabschluss und verfassungskonforme Alimentation
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Die 22. Hauptversammlung: Das sagen die Delegierten
Überwältigende Mehrheit für Oberst André Wüstner
Michael Kohls übergibt Dirk Sommer mit Annett Michel ein Abschiedsgeschenk. Foto: LV Nord
Travemünde. Umfangreiche Informationen erhielten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen einer Informationsveranstaltung auf Bezirksebene in Travemünde. Die Mandatsträger aus Schleswig-Holstein Süd und Hamburg (Bezirk 2) hörten Vorträge zur Verbandspolitik, über Bezirksangelegenheiten, Krankenversicherung und Beihilfe sowie der Förderungsgesellschaft (FöG) des DBwV und zu weiteren Themen. Im Rahmen einer Mandatsträgerschulung ging es darüber hinaus um das Kassenwesen und das Mitgliederportal des Verbandes.
Nach der Begrüßung dankte der Bezirksvorsitzende in seinem Rechenschaftsbericht den Vertretern und Vertreterinnen der Kameradschaften für die Zusammenarbeit. Hauptmann a.D. Dirk Sommer führt seinen Bezirk seit nunmehr elf Jahren und sieht ihn auf einem guten Weg. Nun will der pensionierte Berufsoffizier sein Amt abgeben, die Veranstaltung in Travemünde war seine letzte Bezirkstagung. Im Namen der Mandatsträger dankte ihm Hauptfeldwebel Annett Michel von der Truppenkameradschaft Bundeswehrkrankenhaus Hamburg mit einem Präsentkorb nebst Wertgutschein für seine Arbeit.
Stabsfeldwebel a.D. Gerd Dombrowski sprach über aktuelle Verbandsangelegenheiten und ging unter anderem auf das „Artikelgesetz Zeitenwende“ nebst dessen finanziellen Auswirkungen ein. Zum Aufwuchs der Bundeswehr nannte der stellvertretende Landesvorsitzende Nord die offiziellen Zielgrößen bis 2035: 260.000 aktive Soldatinnen und Soldaten sowie mindestens 200.000 Reserveangehörige. Über den jeweiligen Stand muss das Verteidigungsministerium ab Januar 2027 halbjährlich dem Deutschen Bundestag berichten. Im Falle zu niedriger Freiwilligenzahlen steht eine sogenannte Bedarfswehrpflicht im Raum. Einen Automatismus zur Aktivierung der Wehrpflicht wird es jedoch nicht geben, denn die Standpunkte der Koalitionsparteien sind in dieser Angelegenheit zu weit auseinander.
Von Teilnehmerseite wurde verlangt, dass für das „Bestandspersonal“ der Bundeswehr mehr getan werden müsse, „denn das sorgt in diesem Chaos seit Jahren dafür, dass der Laden immer noch läuft.“ Dombrowski machte dazu deutlich, dass der DBwV die Aktiven nicht aus den Augen verlieren und sich nicht von der Basis entfremden wird. „Der Verband sollte nicht zu politisch werden“, stellte ein anderer Mandatsträger fest, „…und wir dürfen als Interessenvertretung nicht nur reagieren, sondern müssen gegenüber der Politik agieren.“
Während der Tagung im Maritim Strandhotel wurde Stabsbootsmann Michael Kohls von der Truppenkameradschaft des Einsatzausbildungszentrums Schadensabwehr der Marine in Neustadt/ Holstein geehrt. Für seine Vorstandsarbeit erhielt er durch den Bezirksvorsitzenden die Verdienstnadel des DBwV in Silber.
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