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Kabul. Der von der US-Bundespolizei FBI gesuchte Innenminister der militant-islamistischen Taliban, Siradschuddin Hakkani, ist offenbar erstmals seit seinem Amtsantritt öffentlich aufgetreten. Ein Sprecher des Innenministeriums schrieb am Dienstag auf Twitter, Siradschuddin Hakkani habe sich am Vortag in der afghanischen Hauptstadt Kabul mit Verwandten von Taliban-Mitgliedern getroffen, die im Kampf getötet worden seien.
Der Sprecher teilte zudem mehrere Bilder der Veranstaltung im Hotel Intercontinental. Allerdings ist der Minister auf diesen nur von hinten zu sehen oder sein Gesicht wurde unkenntlich gemacht. Hakkani steht auf der Liste der meistgesuchten Männer des FBI. Das US-Außenministerium hat eine Belohnung von bis zu 10 Millionen US-Dollar auf Hinweise ausgesetzt, die zu seiner Verhaftung führen. Er werde unter anderem im Zusammenhang mit einem Anschlag auf ein Hotel in Kabul im Januar 2008 zur Vernehmung gesucht, bei dem auch ein US-Bürger ums Leben gekommen sei, heißt es im FBI-Steckbrief.
Bei der Veranstaltung habe Hakkani unter anderem über Taten der «Märtyrer» gesprochen und sie als Helden des Islam und der Nation bezeichnet, teilte sein Sprecher weiter mit. Am Ende der Veranstaltung hätten die Familien 10.000 Afghani (rund 95 Euro) und Kleidung erhalten. Zudem sei jeder Familie ein Stück Land versprochen worden.
Die Taliban hatten nach dem Abzug der internationalen Nato-Truppen weite Teile des Landes erobert. Am 15. August zogen sie kampflos in die Hauptstadt Kabul ein und regieren seitdem.
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