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Überwältigende Mehrheit für Oberst André Wüstner
Vilnius. Außenminister Johann Wadephul hat die Stationierung einer Bundeswehr-Brigade in Litauen als klares Zeichen für den Zusammenhalt der Nato und deutliches Signal an Russland hervorgehoben. «Hier wird nicht nur die Freiheit und Sicherheit Litauens, hier wird die Freiheit und Sicherheit Europas und damit auch Deutschlands verteidigt», sagte der CDU-Politiker beim Besuch der deutschen Panzerbrigade 45 «Litauen» in Nemencine in der Nähe der litauischen Hauptstadt Vilnius.
Dass Deutschland zum ersten Mal eine solche Truppe im Ausland stationiere, sei «ein Zeichen für den Ernst der Lage aber auch für die Ernsthaftigkeit des Entschlusses, unseren Freunden und Alliierten beizustehen», sagte der Minister.
Deutschland reagiert mit der Aufstellung der Panzerbrigade 45 «Litauen» auf die wachsende Bedrohung der Nato durch Russland. Sie wurde im April 2025 formal in Dienst gestellt. Bis 2027 soll sie mit einer Gesamtstärke von 4.800 Soldaten und 200 zivilen Mitarbeitern voll als Kampfverband einsatzfähig sein.
Deutschland leiste damit einen «unverzichtbaren Beitrag zur Sicherheit und Stabilität» an der Nato-Ostflanke, sagte Wadephul und bedankte sich bei den Soldaten für ihren Einsatz. Im Gegensatz zu den bisherigen Auslandseinsätzen der Bundeswehr handelt es sich dabei um die erste dauerhafte Stationierung eines Großverbandes im Ausland.
Dank an Litauen für Vertrauen und Gastfreundschaft
Der Besuch bei der Truppe in Litauen sei auch für ihn persönlich «ein durchaus bewegender Moment», sagte Wadephul, der Reserveoffizier ist. Im Juni 2023 hatte der Bundestagsabgeordnete und damalige stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag als Reservist an einem Nato-Manöver in Litauen teilgenommen. Dabei war er von Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) zum Oberstleutnant befördert worden.
Wadephul bedankte sich bei Litauen für das «immense Vertrauen und die große Gastfreundschaft», die die Bevölkerung den Bundeswehr-Soldaten entgegenbringe. Dies sei nicht selbstverständlich, sagte er mit Blick auf die deutsche Geschichte in Litauen im Zweiten Weltkrieg. Während der deutschen Besatzung zwischen Juli 1941 und Juli 1944 ermordeten die Nationalsozialisten und einheimische Helfer mehr als 90 Prozent aller damals rund 200 000 in Litauen lebenden Juden.
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