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Nach dem Einschlag einer Rakete im Hauptquartier der UN-Mission Unifil im Libanon hat die Wehrbeauftragte des Bundestags, Eva Högl (SPD), eine laufende Neubewertung der Lage vor Ort gefordert. „Die Sicherheitslage muss täglich neu bewertet und analysiert werden, welche Folgen dies für den Blauhelmeinsatz hat“, sagte Högl am Montag den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. An dem Einsatz sind auch Bundeswehr-Soldaten beteiligt. „Der Schutz und die Sicherheit unserer Soldatinnen und Soldaten muss höchste Priorität haben“, sagte Högl. Unifil unterstützt die libanesische Regierung unter anderem dabei, die Seegrenze zu sichern und den Waffenschmuggel in den Libanon zu unterbinden. Nach Angaben der Bundeswehr stellt Deutschland durchschnittlich etwa 150 deutsche Soldaten und Soldatinnen. Sie beteiligen sich auch an der Ausbildung der libanesischen Marine. Das Hauptquartier im südlibanesischen Nakura war am Sonntag von einer Rakete getroffen worden. Verletzt wurde dabei niemand. Es gebe keinen Hinweis darauf, dass die Rakete absichtlich abgeschossen wurde, sagte Högl. „Das Deutsche Einsatzkontingent war geschützt und ist wohlauf. Der Vorfall zeigt aber, dass die Lage im Nahen Osten fragil ist.“ Seit den Terrorattacken der Hamas auf Israel und den Gegenschlägen Israels auf den Gazastreifen kam es regelmäßig zu Zwischenfällen an der Grenze zwischen Israel und dem Libanon. Am Sonntagabend attackierte Israels Armee nach eigenen Angaben erneut Stellungen der Hisbollah-Miliz. Stunden zuvor hatte die Hisbollah Ziele in Israel angegriffen. Israelischen Medienberichten zufolge wurden acht Menschen in Israel verletzt, einige davon schwer.
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