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Ein ungewohntes Bild in der Hauptstadt: Marschierende Soldatinnen und Soldaten. Mit dem Marsch zum Gedenken soll auch das gesellschaftliche Bewusstsein für Veteranen, Hinterbliebene und Traumatisierte geschärft werden. Foto: DBwV/Yann Bombeke
Berlin. Exakt 116 Kilometer und 3377 Meter: Das ist die Strecke, die rund 150 Soldatinnen und Soldaten in vier Tagen zurücklegten, bevor sie am 27. Juli das Ziel erreichten: Die Hauptstadt Berlin. Mit dem „Marsch zum Gedenken“ wird seit 2018 an die Gefallenen und Toten der Bundeswehr erinnert. Die 116 Kilometer stehen für 116 in den Einsätzen gefallene Soldaten, die 3377 Meter stehen für all jene Angehörigen der Bundeswehr, die seit 1956 in der Ausübung ihres Dienstes verstorben sind.
„In diesem Jahr ist der Marsch für uns der Auftakt, den Fokus der Öffentlichkeit für einige Monate auf die Veteraninnen und Veteranen zu lenken“, sagt Oberstleutnant Marcel Bohnert, stellvertretender Bundesvorsitzender, nachdem die Gruppe vor dem Reichstagsgebäude angekommen ist. Dort wurden die Marschierer von ihren Angehörigen empfangen. Der Ort hat eine besondere symbolische Bedeutung: Dort, im Bundestag, entscheiden die Abgeordneten über die Auslandseinsätze der Bundeswehr.
Die letzte Etappe des Marschs hatte die Gruppe von der General-Steinhoff-Kaserne ins Zentrum der Hauptstadt geführt. Vom Breitscheidplatz ging es an der Siegessäule vorbei Richtung Bundestag, von dort schließlich zum Ehrenmal am Verteidigungsministerium. Dort wurde mit einer Schweigeminute der Toten gedacht. Auch am Holocaust Denkmal legte die Marschgruppe einen Stopp ein, um mit einer Minute des Schweigens der sechs Millionen Juden zu gedenken, die unter der NS-Herrschaft ermordet worden waren.
Es war bereits der sechste gemeinsame Marsch von aktiven Soldaten und Reservisten zur Erinnerung an die Toten der Bundeswehr. Dieses Gedenken in die Öffentlichkeit zu tragen, ist ein wichtiger Beitrag, auch das gesellschaftliche Bewusstsein für Veteranen, Hinterbliebene und Traumatisierte zu schärfen.
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