12.08.2026
dpa

Bundeswehr: mutmaßlich einige Hundert Drohnenüberflüge

Berlin. Die Bundeswehr hat in den vergangenen Jahren eine Zunahme von Drohnensichtungen verzeichnet. «Seit Beginn der völkerrechtswidrigen russischen Vollinvasion der Ukraine im Februar 2022 hat das Meldeaufkommen auch zu Drohnensichtungen mit Bezug zur Bundeswehr deutlich zugenommen und sich verstetigt», sagte ein Sprecher des Operativen Führungskommandos dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

«In Summe sind in den vergangenen Jahren einige Hundert mutmaßliche Drohnenüberflüge im Bereich der Bundeswehr gemeldet worden», sagte der Sprecher weiter. «Die Meldungen umfassen dabei vorrangig einzelne Drohnen, aber mitunter auch Drohnenschwärme.» Das sicherheitspolitische Umfeld in Deutschland und Europa habe sich in den vergangenen Jahren grundlegend verändert. Deutschland sehe sich täglich hybriden Bedrohungen wie Desinformation, Cyberangriffen, Spionage oder Sabotage ausgesetzt.

Zuletzt war in der vergangenen Woche bekannt geworden, dass über einem Militärstützpunkt in Mechernich in Nordrhein-Westfalen zwei Drohnen gesichtet worden waren. Der Fall wurde laut Bundeswehr an die Polizei übergeben.

Zudem hatte in der vergangenen Woche eine mit Sprengstoff und Zünder bestückte Drohne am Flughafen Leipzig/Halle - in der Nähe ukrainischer Transportflugzeuge - für erheblichen Wirbel gesorgt. Die Bundesanwaltschaft hat die Ermittlungen an sich gezogen.

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