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Resolution der 22. Hauptversammlung: DBwV fordert ein Artikelgesetz Aufwuchs und die Einführung einer Wehrpflicht
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Die 22. Hauptversammlung: Das sagen die Delegierten
Überwältigende Mehrheit für Oberst André Wüstner
Die korrekte Anrede für diese Soldatin wird weiterhin "Frau Oberleutnant" lauten. Die gegenderten Dienstgrade wird es zumindest in absehbarer Zeit nicht geben. Foto: picture alliance/dpa | Mohssen Assanimoghaddam
Berlin. Die „Leutnantin“ wird es so schnell nicht geben, ebenso wenig die „Feldwebelin“ oder „Generälin“: Die weiblichen Dienstgrade sind vom Tisch, zumindest vorerst. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hat dem Vorhaben, das heftige Reaktionen innerhalb der Bundeswehr ausgelöst hatte, eine Absage erteilt. Das berichtet „Spiegel Online“. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins hat Staatssekretär Peter Tauber am Mittwoch im Verteidigungsausschuss bekanntgegeben, dass die Ministerin Anfang der Woche entschieden habe, das Vorhaben nicht weiter zu verfolgen. Auf Twitter schreibt Tauber: „Weibliche Dienstgrade? Die Ministerin hat mit dem Haushalt, Rüstungsprojekten und Ausrüstungsfragen, dem Irak-Mandat, der Operation im Mittelmeer gerade viele wichtige Themen in Bearbeitung. Sie wird sich der Frage der Dienstgradbezeichnungen zu gegebener Zeit widmen.“
Dass dies noch in dieser Legislaturperiode passiert, erscheint zweifelhaft. Seitdem Ende vergangener Woche die ersten Medien über Pläne des BMVg berichtet hatten, Dienstgrade zu gendern, schwoll das Vorhaben wie aus dem Nichts zum alles beherrschenden Bundeswehr-Thema an. Auch in den sozialen Medien zeigte sich die „#SocialMediaDivision“, also die Soldatinnen und Soldaten selbst, kampfbereiter, als es dem Ministerium lieb sein konnte. Nahezu einhellig dokumentierten die Nutzer auf Instagram, Facebook und Co. ihre Ablehnung der Idee, etwa aus „Frau Hauptfeldwebel“ eine „Hauptfeldwebelin“ zu machen.
Auch den DBwV erreichten zahlreiche Appelle, sich gegen das Vorhaben zu stemmen. Auffällig dabei: Überdurchschnittlich viele Frauen beteiligten sich an der Diskussion. Und auch bei den Soldatinnen – sie betrifft es ja zuallererst – überwiegt die Ablehnung. Der Bundesvorsitzende Oberstleutnant André Wüstner brachte es auf den Punkt: „Wenn unsere Kameradinnen nachweislich mehrheitlich das Bedürfnis hätten, ihre Dienstgrade mit einer weiblichen Endung zu tragen, dann wäre es sicher eine gute Idee, dem nachzukommen. Tatsächlich kennen wir allerdings fast nur Frauen, die eine solche Änderung ablehnen. Allen Soldaten, männlich wie weiblich, sind dagegen andere Dinge wichtig: Endlich moderne Ausrüstung, endlich eine Steigerung der materiellen Einsatzbereitschaft.“
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