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„Vielleicht geht es um alles“
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Panzerbrigade 45: Einsatzversorgung in Litauen gesichert
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Anpassung des Auslandsverwendungszuschlags in Jordanien und Erbil
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Weihnachtszeit im Libanon und in Litauen
Bundestag verlängert EU- und Nato-Mission im Mittelmeer
16 Jahre nach dem Karfreitagsgefecht: Mehr als 26.000 machen beim 16K3-Gedenkmarsch mit
Gedenken: Vor 16 Jahren fielen drei Soldaten beim Karfreitagsgefecht
„Lassen Sie uns gemeinsam den Tag deutschlandweit zu etwas Besonderem machen“
16K3-Gedenkmarsch: Erinnerung an das Karfreitagsgefecht
Resolution der 22. Hauptversammlung: DBwV fordert ein Artikelgesetz Aufwuchs und die Einführung einer Wehrpflicht
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Die 22. Hauptversammlung: Das sagen die Delegierten
Überwältigende Mehrheit für Oberst André Wüstner
Zur Tagung reisten mehr als 60 Vorgesetzte an. Foto: DBwV/LV Nord
Damp. In Damp an der Ostsee fand vom 29. bis 30. Januar 2019 eine Zielgruppentagung mit Disziplinarvorgesetzten und Kompaniefeldwebeln statt. Unter Leitung von Fregattenkapitän Jens Tischer befassten sich die Offiziere und Unteroffiziere zwei Tage lang mit Themen, die sie als Vorgesetzte und Führer von Soldaten beschäftigen. Das Treffen diente nicht nur der Vermittlung von Informationen, sondern auch dem Erfahrungsaustausch zwischen den Angehörigen der verschiedenen Teilstreitkräfte und Organisationsbereiche.
Beteiligungsrechte im Einsatz
Für den Tagungsleiter standen dienst- und laufbahnrechtliche Fragen sowie die Beteiligungsrechte der Vertrauenspersonen im Mittelpunkt. Tischer, Vorsitzender im Bezirk 1, verwies darauf, dass die Teilhabe der Soldaten an Entscheidungsprozessen, auch in Auslandseinsätzen, eine Stärke der Bundeswehr sei: „Sie dient als Teil der Inneren Führung der Wahrnehmung demokratischer Rechte, ohne die militärische Hierarchie in Frage zu stellen.“
Der Fregattenkapitän weiter: „Aus diesem Grund haben wir einen Vortrag unseres Beauftragten für Beteiligungsrechte im Landesverband Nord in das Programm aufgenommen. Stabsfeldwebel a.D. Frank Kaiser vermittelt den Vorgesetzten notwendige Kenntnisse über die Beteiligungsrechte der Vertrauenspersonen im Ausland, die sie in dieser Form vom Dienstherrn nicht erhalten.“
Teilnehmer wie Oberstabsfeldwebel Stefan Tholen erhoffen sich von solchen Tagungen unter anderem aktuelle Informationen über die Entwicklung bei der besonderen Altersgrenze der Berufssoldaten: „Ein Thema, das die meisten von uns umtreibt.“ Darüber hinaus erwartete der Spieß aus dem Faßberger Transporthubschrauberregiment 10 „Heideflieger“ Neuigkeiten über die Einführung neuer Dienstgrade sowie das Besoldungs- und Zulagenwesen.
Mehr Handlungssicherheit
Stabsfeldwebel Nicole Blindow war zum ersten Mal bei einer derartigen Zielgruppentagung des Landesverbandes Nord. Die in der Sanitätsstaffel Sanitätsmaterial Versorgung Einsatz in Quakenbrück als Kompaniefeldwebel eingesetzte Soldatin interessierte sich vor allem für die Beteiligungsrechte: „Ich bin erst seit einem Jahr in dieser Funktion und erwarte mir an erster Stelle Informationen über das Soldatenbeteiligungsgesetz, weil wir in der Einheit damit häufiger zu tun haben. Ich erhoffe mir davon mehr Handlungssicherheit gegenüber meinen Untergebenen und Vorgesetzten.“
Hauptmann a.D. Klaus Pellenz, Servicebeauftragter der Förderungsgesellschaft (FöG) des Deutschen BundeswehrVerbandes im Bereich Nord, sieht solche Veranstaltungen als „hervorragende Plattform“ zur Unterrichtung der Soldaten über Neuerungen und Änderungen. Hierzu diente auch der Vortrag des Vertreters einer FöG-Partnerfirma, der die Zuhörer über das neue Versichertenentlastungsgesetz informierte, das insbesondere für ausscheidende Soldaten auf Zeit Verbesserungen in Sachen Krankenversicherung bringt.
Für Stabsfeldwebel Gerd Dombrowski, seit kurzer Zeit Stellvertretender Landesvorsitzender Nord, misst der Rolle der Disziplinarvorgesetzten und Kompaniefeldwebel als Multiplikatoren eine herausragende Rolle zu. Der Stabsfeldwebel sieht diese Vorgesetzten nicht nur als Mittler zu deren Untergebenen, sondern auch auf den Ebenen der Chefs und Spieße. Grund genug, „die Standpunkte des DBwV als Interessenvertretung diesen Dienstgraden nahezubringen und zu begründen“.
Wieder zwei Tagungen
Dies geschah in Damp ebenso wie die Unterrichtung über die Ansprechpartner des Deutschen Bundeswehrverbandes in den Auslandseinsätzen. Oberstleutnant Stephan Müller vermittelte den Teilnehmern als zuständiger Beauftragter im Landesverband Nord die Aufgaben dieser Ehrenamtlichen und warb zugleich um Freiwillige. Darüber hinaus stellte er das Soziale Netzwerk Nord vor und umriss dessen Hilfsangebote für geschädigte Soldaten sowie deren Angehörige.
Im Gegensatz zu 2018 finden im Landesverband Nord dieses Jahr zwei Tagungen für Disziplinarvorgesetzte und Kompaniefeldwebel statt, die nächste im Juni. Der Landesvorstand begrüßt, dass er dazu wieder in die Lage versetzt wurde, denn das Interesse an solchen Veranstaltungen ist bei der Zielgruppe sehr hoch. Dies zeigt nicht zuletzt die Teilnahme der Vorgesetzten an der Tagung Ende Januar sowie deren Verlauf.
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