Ein Zeugnis dessen, was passiert, wenn Politik an ihre Grenzen stößt
300 Seminare für einen geordneten Übergang in den Ruhestand
DBwV für neues Artikelgesetz Militärische Sicherheit, fordert aber Nachbesserungen
Mannschaften, eine Dienstgradgruppe vor großen Aufgaben
Der Landesverband Ost feiert Geburtstag – Die „Armee der Einheit“ wurde im DBwV verwirklicht
Der Aufwuchs der Reserve als sicherheitspolitische Aufgabe
Wüstner: „Gefahr ist groß, dass Russland die Situation ausnutzt“
„Vielleicht geht es um alles“
EuGH: Fahrten von einem zentralen Stützpunkt zu wechselnden Einsatzorten können Arbeitszeit sein
Kabinett beschließt Novellierung der Bundeslaufbahnverordnung – wichtige Forderungen umgesetzt
Panzerbrigade 45: Einsatzversorgung in Litauen gesichert
Verbandserfolg: Ehepartnerzuschlag für ins Ausland mitreisende Ehegatten durchgesetzt
Anpassung des Auslandsverwendungszuschlags in Jordanien und Erbil
Bundeswehr bleibt im Einsatz gegen IS
Weihnachtszeit im Libanon und in Litauen
Bundestag verlängert EU- und Nato-Mission im Mittelmeer
16 Jahre nach dem Karfreitagsgefecht: Mehr als 26.000 machen beim 16K3-Gedenkmarsch mit
Gedenken: Vor 16 Jahren fielen drei Soldaten beim Karfreitagsgefecht
„Lassen Sie uns gemeinsam den Tag deutschlandweit zu etwas Besonderem machen“
16K3-Gedenkmarsch: Erinnerung an das Karfreitagsgefecht
Resolution der 22. Hauptversammlung: DBwV fordert ein Artikelgesetz Aufwuchs und die Einführung einer Wehrpflicht
Europa und Ehrungen stehen im Mittelpunkt
Die 22. Hauptversammlung: Das sagen die Delegierten
Überwältigende Mehrheit für Oberst André Wüstner
Zentrale Feierstunde im Bundestag. Foto: dpa/picture alliance
Das Grauen lag erst ein Jahr zurück. Mit Millionen von Toten. Da lag es nahe, sich Gedanken um die Pflege der deutschen Kriegsgräber zu machen – und das Gedenken an die Gefallenen wachzuhalten: So wurde 1919 der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. gegründet. Der Verein wollte die staatlichen Stellen bei der Betreuung von Kriegsgräbern im Ausland unterstützen und ergänzen. Er forderte außerdem die Einführung eines reichsweiten Gedenktags zur Ehrung der Kriegstoten.1922 fand die erste Gedenkstunde im Reichstag statt. 1926 wurde entschieden, den Volkstrauertag regelmäßig am Sonntag Reminiscere (fünfter Sonntag vor Ostern) zu begehen. Seine Premiere erlebte er am 1. März 1925. Zum gesetzlichen Feiertag wurde der Volkstrauertag in der Weimarer Republik jedoch nicht erklärt – die Zuständigkeit war nicht eindeutig (Reich oder Länder), die beiden großen Kirchen stritten sich zudem um den richtigen Termin. Mehrere Anläufe zu einer doch noch verbindlichen Regelung scheiterten an der Instabilität der politischen Verhältnisse. Die Nationalsozialisten übernahmen den Volkstrauertag, legten ihn als staatlichen Feiertag für den zweiten Fastensonntag fest und benannten ihn in Heldengedenktag um. Nicht mehr Totengedenken sollte im Mittelpunkt stehen, sondern Heldenverehrung. Träger waren die Wehrmacht und die NSDAP. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde 1946 in den drei westlichen Besatzungszonen die Tradition des Volkstrauertags in der bisherigen Form (Sonntag Reminiscere) beibehalten. In der DDR wurde ein „Internationaler Gedenktag für die Opfer des faschistischen Terrors und Kampftag gegen Faschismus und imperialistischen Krieg“ eingeführt.In Abgrenzung zur Tradition des Heldengedenktags wurde beschlossen, den Volkstrauertag ans Ende des Kirchenjahres zu verlegen. Gedacht wird zunächst der „Toten zweier Kriege an den Fronten und in der Heimat“. So wurden in das Gedenken zivile Tote mit einbezogen. Die politische Forderung, keine Unterschiede zwischen den Toten des Kriegs und der NS-Verbrechen zuzulassen, wurde in den 1960er Jahren sprachlich durch die Einführung der Formel „Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft“ umgesetzt. Als Rechtsbegriff, unter dem alle Opfergruppen zusammengefasst werden, denen das dauerhafte Ruherecht zusteht, wurde die Formel 1965 mit der Reform des Kriegsgräbergesetzes eingeführt. So waren etwa auch die Toten an der innerdeutschen Grenze mit den anderen Opfergruppen gleichgestellt.
Die zentrale Feierstunde im Plenarsaal des Reichstagsgebäudes mit leitenden Persönlichkeiten aus Politik und Kirche besteht aus einer Ansprache des Bundespräsidenten und einer Totenehrung, dazu wird das Soldatenlied „Der gute Kamerad“ gespielt. Die Gedenkstunde beginnt um 13.30 Uhr und wird von der ARD übertragen.
Die Neue Wache ist seit 1993 die Zentrale Gedenkstätte der Bundesrepublik Deutschland für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. Repräsentanten der Verfassungsorgane gedenken hier mit einer Kranzniederlegung. Die Flaggen der Bundesbehörden und ihrer Aufsicht unterstehenden Geschäftsbereiche wehen auf halbmast.
Die Verteidigungsministerin lädt anlässlich des Volkstrauertags zu einer Gedenkveranstaltung am Ehrenmal der Bundeswehr in Berlin mit Kranzniederlegung ein. Unter den Gästen sind auch Vertreter von Hinterbliebenen.
Auf Einladung des Generalinspekteurs der Bundeswehr und des Generals Standortaufgaben Berlin findet eine Gedenkveranstaltung auf dem Jüdischen Friedhof in Berlin-Weißensee statt. Dort wird mit einer Kranzniederlegung auf dem Ehrenfeld der jüdischen Gefallenen des Ersten Weltkriegs gedacht. Der Jüdische Friedhof Weißensee ist einer der größten jüdischen Friedhöfe Europas auf dem mehr als 115.000 jüdische Bürger Berlins beigesetzt sind.
Bereits gestern wurde auf dem ehemaligen Soldatenfriedhof Lilienthalstraße der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft gedacht. Die vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge ausgerichtete internationale Gedenkfeier mit Kranzniederlegung findet jedes Jahr am Vorabend des Volkstrauertags statt und wird von der Bundeswehr umrahmt.
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