Voller Saal beim Jubiläumsfestakt: Die Vorsitzenden der Standortkameradschaft und der KERH Kaufbeuren, Oberstabsfeldwebel Marcus Wirsen und Hauptmann a.D. Friedel Wegner, begrüßten zahlreiche Gäste aus Politik, Bundeswehr und Verband zum 70-jährigen Jubiläum des DBwV. Foto: Friedel Wegner

Voller Saal beim Jubiläumsfestakt: Die Vorsitzenden der Standortkameradschaft und der KERH Kaufbeuren, Oberstabsfeldwebel Marcus Wirsen und Hauptmann a.D. Friedel Wegner, begrüßten zahlreiche Gäste aus Politik, Bundeswehr und Verband zum 70-jährigen Jubiläum des DBwV. Foto: Friedel Wegner

03.08.2026
Von Friedel Wegner

70 Jahre DBwV: Kameradschaft ERH Kaufbeuren bringt Politik, Bundeswehr und Verband zusammen

Kaufbeuren. Mit einem feierlichen Festakt beging der Deutsche BundeswehrVerband am 29. Juli 2027 sein 70-jähriges Bestehen am Standort Kaufbeuren. Für den Vorsitzenden der Kameradschaft ERH Kaufbeuren, Hauptmann a.D. Friedel Wegner, war es ein besonderes Anliegen, das Jubiläum nicht nur als Rückblick auf sieben Jahrzehnte erfolgreicher Verbandsarbeit zu gestalten, sondern zugleich die Bedeutung des DBwV für Gegenwart und Zukunft sichtbar zu machen. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Standortkameradschaft, Oberstabsfeldwebel Marcus Wirsen, gelang es ihm, hochkarätige Vertreter der Kommunal- und Landespolitik, der Bundeswehr sowie des Deutschen BundeswehrVerbandes als Gäste zu gewinnen – ein deutlicher Ausdruck für die starke Verankerung des Verbandes in Gesellschaft, Politik und Streitkräften.

Verantwortung übernehmen – damals wie heute

In seiner Festrede erinnerte Stabsfeldwebel a.D. Thomas Schwappacher, Stellvertreter des Bundesvorsitzenden des DBwV, an die Verbandsgründung im Jahr 1956 und stellte heraus, dass die Erfolgsgeschichte des DBwV bis heute von Menschen geprägt werde, die Verantwortung übernehmen und sich füreinander einsetzen. Die besondere Stärke des Verbandes liege dabei nicht allein in seinen rund 210.000 Mitgliedern, sondern vor allem in den Kameradschaften vor Ort, in denen Gemeinschaft und Kameradschaft täglich gelebt werden. Mit einem Zitat des Gründungsmitglieds Arno Taulien verdeutlichte Schwappacher die Herausforderungen der Anfangsjahre der Bundeswehr: „Der Bundeswehr wurde nicht ein fertiges Haus geboten, sondern lediglich eine große Halle.“ Die Gründer des Verbandes hätten damals nicht abgewartet, sondern die Zukunft aktiv mitgestaltet – ein Geist, der den DBwV bis heute präge.

Mit Blick auf Kaufbeuren würdigte Schwappacher die langjährige Bedeutung des Standortes für die Luftwaffe und die Bundeswehr. Das Technische Ausbildungszentrum der Luftwaffe Abteilung Süd bilde seit Jahrzehnten Soldaten aus und bleibe mit der geplanten Stationierung des Luftverteidigungssystems Arrow ein zentraler Zukunftsstandort.

Besondere Anerkennung erhielt die KERH Kaufbeuren und ihre Frauengruppe, die seit 40 Jahren aktiv das Gemeinschaftsleben prägen. Schwappacher dankte namentlich Helga Firla, Gabriele Krömer und Gertrud Gellings für ihr langjähriges Engagement. Die Kameradschaft, so Schwappacher, zeige „dass Zusammenhalt nicht mit dem letzten Diensttag endet“.

Anerkennung für ehrenamtliches Engagement

In ihren Grußworten unterstrichen der stellvertretende Kommandeur der Abteilung Süd des Technischen Ausbildungszentrums der Luftwaffe, Oberstleutnant Marcus Berndorfer, Oberbürgermeister Stefan Bosse, Landrat Marian Stapfner sowie die Landtagsabgeordneten Bernhard Pohl und Franz Josef Wachler die große Bedeutung der ehrenamtlichen Arbeit in den Kameradschaften des DBwV. Einhellig betonten sie, dass Veranstaltungen dieser Größenordnung ohne das Engagement der ehrenamtlichen Mandatsträger vor Ort nicht denkbar wären.

Mit der Bayern- und der Nationalhymne, vorgetragen von der Fliegerhorstkapelle, fand die Feierstunde einen würdigen Abschluss.
 

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