Im Videocall mitder Redaktion informiertenNaef Adebahr und Stefan Huss über die diesjährige Tour der „Battlefield Cyclists“. Foto: DBwV/Krämer

03.06.2026
Von Gunnar Kruse

Battlefield Cyclists starten zur Tour of Honor

Nach der Premiere 2025 wird es auch in diesem Jahr im Vorfeld des Nationalen Veteranentags eine Tour der Battlefield Cyclists geben. Die mehrtägige Radtour startet diesmal im Norden und führt über Polen bis zum Ehrenmal der Bundeswehr in Berlin.

Name, Strecke und Teilnehmerzahl haben sich verändert, doch die Grundidee ist geblieben. Die „Battlefield Cyclists“ haben wieder eine Radtour organisiert, bei der die sportliche Herausforderung mit dem Gedenken an gefallene Soldaten sowie der Wertschätzung für Veteranen kombiniert werden soll. Ziel der diesjährigen „Tour of Honor“ vom 6. bis 13. Juni sei es, durch gemeinsames Radfahren das Bewusstsein für die Bedeutung von Kameradschaft, Resilienz und gesellschaftlichem Engagement zu stärken, wie die Veranstalter informierten.

Nach einem Prolog in Hamburg geht es in sieben Etappen Richtung Berlin. Dabei wird es in diesem Jahr sogar in gleich mehrerer Hinsicht international. Zum einen gehören Miedzyzdroje und Szczecin in Polen zu den Start- beziehungsweise Zielorten der gut 740 Kilometer langen „Tour of Honor“. Zum anderen werden zum festen Fahrerfeld von 23 Teilnehmern auch drei US-Amerikaner gehören. Für alle, die den Grundgedanken der Tour im wahrsten Wortsinn aktiv unterstützen wollen, sind in diesem Jahr zwei Etappen als sogenannte „Social Rides“ konzipiert.

Enden wird die Tour wie im Vorjahr mit einer Etappe vom „Wald der Erinnerung“ in Schwielowsee bei Potsdam nach Berlin. Im Wald der Erinnerung werden die „Tour of Honor“-Teilnehmer durch Generalleutnant André Bodemann, Stellvertreter des Befehlshabers des Operativen Führungskommandos der Bundeswehr und Kommandeur Territoriale Aufgaben, und den stellvertretenden DBwV-Bundesvorsitzenden, Oberstabsgefreiter Marcus Meissner, begrüßt. Nach dem Gedenken an die im Einsatz gefallenen und aller im Dienst verstorbenen Kameraden geht es dann in die Hauptstadt. Unterstützt wird die „Tour of Honor“ 2026 unter anderem vom Deutschen BundeswehrVerband und durch die SVS.

Ausrufezeichen gesetzt

Warum es nach der „Tour of Valor“ diesmal eine „Tour of Honor“ geben wird, erklären die Organisatoren Hauptfeldwebel Naef Adebahr und Stabsfeldwebel Stefan Huss so: Es sollte deutlich werden, dass der Verein „Battlefield Cyclists“ jährlich eine Tour organisiert, deren Schwerpunkt sich wiederum jährlich ändert. Schon allein die Teilnehmerzahl habe sich verdreifacht. Zudem komme die internationale Komponente hinzu, so Adebahr. „Im vergangenen Jahr konnten wir mit der Tour ein Ausrufezeichen innerhalb Deutschlands setzen. Und in diesem Jahr sind wir bei den Teilnehmern und beim Tourverlauf sogar international“, ergänzt Huss. Bei ihren Auslandseinsätzen hätten die Bundeswehrsoldaten schließlich auch fast nie allein, sondern international agiert. In diesem Jahr soll insbesondere an die polnischen Kameraden mit erinnert und ihrer gedacht werden. Beispielsweise soll vor dem Prolog in Hamburg ein Kranz am größten polnischen Soldatenfriedhof außerhalb Polens niedergelegt werden. Ein weiteres Gedenken sei in Stettin geplant. „Und es werden uns auf den Etappen in Polen auch polnische Fahrer begleiten“, sagt Adebahr.

Dank an alle Unterstützer

Eine einfache Radreise wird die Tour keineswegs. „Mit über 740 Kilometern ist sie auch eine sportliche Herausforderung. Und da freuen wir uns natürlich, dass wir so viele Sportler begeistern konnten. Die größere Teilnehmerzahl war übrigens ein Wunsch aus der Community nach der Tour im vergangenen Jahr“, sagt Stefan Huss.

Drei Mal so viele Fahrer, drei Mal so viele Übernachtungsmöglichkeiten, drei Mal so viel Verpflegung – damit hat sich der Organisationsaufwand natürlich erheblich vergrößert. Der Dank von Naef Adebahr und Stefan Huss gilt so schon jetzt allen ehrenamtlichen Helfern und den Sponsoren: „Wir freuen uns sehr, dass der DBwV als größte Interessenvertretung aller Bundeswehrangehörigen wieder an unserer Seite steht und uns unterstützt.“ Und das nicht nur finanziell, sondern auch ideell. Vom Prolog in Hamburg, unterstützt vom Landesverband Nord, über die Etappen bis zum Ziel in Berlin tatkräftig unterstützt vom Landesverband Ost, „der Support war und ist einfach nur toll.“

Wer die „Battlefield Cyclists“ auf der „Tour of Honor“ unterstützen möchte, kann am Prolog am Samstag, 6. Juni, in Hamburg (rund 45 Kilometer) und/oder an der Etappe 7 am Samstag, 13. Juni, vom Wald der Erinnerung nach Berlin (rund 35 Kilometer) teilnehmen. Unterstützung ist auch über Spenden oder den Erwerb des aktuellen Trikots möglich. Weitere Informationen gibt es hier.

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